Die Wirksamkeit von Werbeartikeln: Wie sie bei Kunden ankommen

Werbeartikel - fast jeder Deutsche besitzt sie. Und doch bestreiten viele Menschen ihre Wirksamkeit, weil es keine passenden Belege für sie geben soll. Das stimmt inzwischen nicht mehr, denn der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) hat zwei Studien zur Wirksamkeit von Werbeartikeln publiziert.

Wenn man 100 Menschen fragen würden, ob sie einen Werbeartikel besitzen, würden 95 die Frage mit ja beantworten. Werbeartikel befinden sich inzwischen im Besitz fast jedes Deutschen. Hat sich dieses Geschenk aber auch gelohnt? Laut der GWW-Studie ja, Werbeartikel sind wirksamer als viele andere Medien. Zunächst aber eine kleine Rundfahrt in die Geschichte der Werbeartikel.

Werbeartikel früher und heute

Mit Werbemitteln kommen Verbraucher bereits in jungen Jahren in Kontakt: Bei einem Wahlkampf drückt ihnen ein Partei-Mitglied ein kleines Fähnchen in die Hand. Kinder lieben Geschenke und schwenken das Fähnchen kräftig, ohne sich groß über seine Wirkung oder Bedeutung bewusst zu sein. Firmen wissen aber, dass man nie früh genug damit beginnen kann, potenzielle Kunden zu werben.

Die ersten Werbemittel gab es womöglich im 18. Jahrhundert, als Plastik noch keine große Rolle spielte. Werbegeschenke wurden zu jener Zeit vermutlich aus Holz gefertigt. In Königshäusern zum Beispiel verschenkte man diverse Dinge an Passanten, wenn eine Krönung oder Geburt anstand. Später, im Ersten und Zweiten Weltkrieg, warb man während Rekrutierungsphasen mit Ansteckern.

Das wohl bekannteste Werbemittel sind die Wahlsticker aus den USA, die Ende des 18. Jahrhunderts während der Präsidentschaftswahlen verteilt wurden. US-Amerikaner durften zum ersten Mal entscheiden, wer sie regieren sollte.

Die Wahlsticker waren damals ihrer Zeit voraus, denn eine großflächige Werbemittelindustrie entstand erst rund 100 Jahre später. 1904 wurde die Promotional Products Association International (PPAI) gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es nur zwölf Unternehmen, die Werbeartikel konzipierten und herstellten. Inzwischen ist die Branche zu einem Milliardengeschäft herangewachsen, die jährlich rund 3,5 Milliarden Euro an Umsatz generiert. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Unternehmen, die Werbeartikel verkaufen. Dazu gehört auch kleine-jockers, eine Firma, die seit mehr als 15 Jahren Kunden aus deutschsprachigen Ländern betreut und über 55.000 Werbeartikel im Angebot hat.

Werbeartikel finden Verwendung und erinnern an eine Marke

Die Informationsflut im 21. Jahrhundert hat bei Verbrauchern eine Art Immunsystem gegen Werbung geschaffen. Werbung wird von ihnen häufig nicht mehr bewusst wahrgenommen, weil das menschliche Gehirn ihre schiere Masse nicht verarbeiten kann. Im Gehirn kommt folglich nur Werbung an, die Interesse erweckt. Deshalb ist Guerilla-Marketing heute so effektiv, wie diese 100 Beispiele verdeutlichen.

Werbeartikel haben einen ähnlichen Nutzen: Es handelt sich um meist praktische Produkte, zum Beispiel ein T-Shirt, Stift oder eine Mappe, welche für den Beschenkten einen Nutzen haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Beschenkte das Werbemittel (regelmäßig) verwendet (93 %) und sich dabei immer wieder an die Marke oder das Unternehmen erinnert. Mehr noch: Laut der GWW-Studie wirken Werbeartikel langfristig, weil fast die Hälfte von ihnen (43 %) über ein Jahr in Gebrauch sind.

Werbeartikel haben eine hohe Reichweite und sorgen für Zufriedenheit

Welche der klassischen Werbemethoden (Plakate, Tageszeitung, Fernsehen, Radio) hat die größte Reichweite und wie unterscheidet sie sich von jener der Werbeartikel? Der GWW kommt in seiner Studie zu dem überraschenden Ergebnis, dass Werbeartikel dieselbe Reichweite wie das Radio haben. Sie erreichen acht von zehn Bundesbürgern. In der Reichweitenliste liegen sie vor dem Fernsehen (72 %), der Tageszeitung (65 %) und Plakaten (51 %).

Reichweite ist jedoch nur ein kleiner Bestandteil des Erfolgsrezeptes im Bereich Kundenakquise und Pflege von Kundenbeziehungen. Was nützt die große Reichweite, wenn potenzielle Kunden durch die Werbemaßnahme verärgert oder gestört werden? Das ist bei Werbeartikeln nicht der Fall, wie die nachfolgenden Angaben der Befragten im Rahmen der Studie zeigen.

Quelle: Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW)

Mehr als jeder Zweite nutzt seinen Werbeartikel gerne und 46 Prozent sind von seiner Qualität überzeugt. Die hohe Qualität des Werbeartikels könnten viele Kunden auf das Unternehmen zurückführen, welches ihnen das Geschenk gemacht hat.

Werbeartikel sorgen für Vertrauen und Sympathie

Werbeartikel werden häufig an Bestandskunden geschenkt, wie die Studie zeigt. 94 Prozent der Befragten waren Kunden. Die restlichen sechs Prozent sind hingegen nach dem Erhalt des Werbeartikels ein Kunde geworden. Dadurch wird klar, dass Werbeartikel Interessierte in Kunden konvertieren können.

Die Wichtigkeit dieser Produkte wird bei der nachfolgenden Statistik deutlich: 15 Prozent der Verbraucher geben an, dass der Werbeartikel ihre Kaufentscheidung positiv beeinflusst hat. Mehr noch: Werbegeschenke scheinen sich positiv auf das Image des Unternehmens auszuwirken. Viele Verbraucher bezeichnen das schenkende Unternehmen als sympathisch (51 %) und schätzen ihre Produkte oder Dienstleistungen. Werbeartikel lassen Unternehmen vertrauenswürdig erscheinen (48 %) und ihre Kunden würden es weiterempfehlen (49 %).

Fazit

Die obige Studie belegt die Wirksamkeit von Werbeartikeln und zeigt, warum sich ihr Einsatz lohnt. Natürlich ist der simple Einsatz von Werbeprodukten alleine nicht erfolgsversprechend. Unternehmen müssen recherchieren, welche Werbeartikel zu ihren Kunden und dem eigenen Unternehmen passen würden. Für IT-Unternehmen kommen zum Beispiel USB-Sticks infrage, da sie mit ihrer Branche zusammenhängen. Der optimierte Einsatz von Werbeartikeln kann Kunden langfristig binden und vereinzelt neue Abnehmer ins Bot holen.

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