Macht es Sinn, eine elektrische Wärmepumpe zur Heizkostenersparnis einzusetzen?

Energieeinsparung durch effektive Nutzung von Wärme aus der Umwelt des Hauses, das klingt nicht nur ökologisch sehr überzeugend, sondern könnte auch erhebliches Kosteneinsparungen für den Hausbesitzer nach sich ziehen.

Denn die Energiepreise sind in den letzen Jahren kräftig gestiegen und zeigen im langfristigen Trend stark nach oben. Mehr und mehr Ressourcen des Haushalts werden für die Energienutzung benötigt, der aktuelle Trend im Krisenjahr 2009 (leicht fallende Energiepreise) wird daran nichts ändern. Allerdings spricht gegen die elektrische Wärmepumpe, dass man zu ihrer Nutzung Strom anderenorts produzieren muss, der möglicherweise einen sehr geringen Wirkungsgrad hat.

Eine Wärmepumpe, sei sie nun elektrisch oder sonst wie angetrieben, funktioniert wie ein umgekehrt arbeitender Kühlschrank: Die Wärmepumpe entzieht dem Boden oder der Umwelt Wärme und gibt sie Innenraum des Haushaltes wieder ab. Insbesondere der Boden unter dem Haus eignet sich zu einer solchen Wärmenutzung selbst im Winter, weil auch dann im Erdreich wärmere Bedingungen gegeben sind, als im Haus.

Wärmepumpen mit unterschiedlicher Energiebasis sind bereits seit den 1970er-Jahren im Einsatz. Allerdings geht die Verbraucherzentrale NRW davon aus, dass die Wärmepumpe auf Basis von eklektischem Strom oft nicht sehr effizient in der Energiebilanz ist: Aktuelle Praxistests zeigten, dass eine positive wirtschaftlicher Einsatz und eine gute Emissionsbilanz im tatsächlichen Betrieb selten erreicht würden. (http://www.vz-nrw.de/UNIQ125232642031543/link306612A.html).

Es sei aber notwendig, dass dies für jeden Einzelfall genau untersucht wird. Der Erfolg der elektrischen Wärmepumpe wird an die sogenannte Jahresarbeitszahl gekoppelt, die auf 3,3 oder höher eingeschätzt werden muss. Die Verbraucher-Schützer schlagen vor, dass eine entsprechende Kalkulation mit Garantie erfolgen soll. Ob sich die Handwerker darauf einlassen, scheint fraglich, denn dann wären unter Umständen für diese erhebliche Risiken zu tragen.

Die Inbetriebnahme einer Wärmepumpe muss vom zuständigen Stromversorger genehmigt werden. Dieser legt auch fest, welche Preise für welche Nutzungszeiten in Rechnung gestellt werden. Damit ist die Anschaffung einer elektrischen Wärmepumpe auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit einem Risiko verbunden, denn langfristige Prognosen für diese unterschiedlichen Preise beim Strombezug sind schwer möglich.

Wer 10.000 Euro oder mehr in eine elektrische Wärmepumpe steckt, der sollte auch alternative Konzepte des Energiesparens oder der eigenen Energieproduktion (Stichwort Solarstrom) recherchieren. Die zusätzlichen Konzepte können möglichweise effektiver sein, als der Bau und der Einsatz einer elektrischen Wärmepumpe.

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