Ermittlung des Unternehmenswertes

Die Unternehmensbewertung ermittelt den Wert eines ganzen Unternehmens oder von Teilen des Unternehmens.
Eine Unternehmensbewertung kann beim Anteilskauf oder -verkauf stattfinden, bei Private Equity Transaktionen oder bei Venture Capital. Bei Börsengängen ist die Unternehmensbewertung wichtig, genauso wie beim Eintritt oder Austritt eines Gesellschafters. Unternehmensbewertungen spielen eine große Rolle beim Unternehmenskauf oder bei Unternehmensfusionen.  

bild von pixabay

Wer ein Unternehmen bewerten lassen will, beauftragt Spezialisten, wie sie unter http://www.tech-corporatefinance.de/kompetenzen/unternehmensbewertung/ zu finden sind.
Unabhängige Fachkräfte ermitteln den Unternehmenswert nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden.

Die Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung beginnt mit einer ausführlichen Unternehmensanalyse. Das wirtschaftliche Umfeld, die Branche und das Unternehmen, das bewertet werden soll, werden analysiert. Die Umsätze, der EBIT, die Cash-Flow-Rechnungen sind Ausgangswerte für die Prognose zukünftiger Entwicklungen des Unternehmens. Neben Finanzdaten werden aber auch Informationen über das Management, die Mitarbeiter, Produkte, technische Ausstattung und die Kunden herangezogen.
Die Verfahren, die eingesetzt werden, um ein Unternehmen zu bewerten und die in diesem Artikel besprochen werden, sind die Ertragswertmethode, die Multiplikatormethode und die Discounted-Cash-Flow-Methode.

Die Ertragswertmethode

Das Ertragswertverfahren gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes. Grundlage für das Verfahren ist eine Plan-Gewinn-und-Verlustrechnung. Die geplante GV-Rechnung wird, ausgehend von Werten der Vergangenheit geschätzt, also in die Zukunft prognostiziert. Betriebsfremde, periodenfremde, sowie außerordentliche Aufwendungen und Erträge und anderes werden herausgerechnet.
Die so ermittelten zukünftigen Ertragsüberschüsse werden abgezinst. Das ist dann der Wert des Eigenkapitals zum Bewertungsstichtag.
Der Unternehmenswert wird bei dieser Methode auf der Basis der zukünftigen Gewinne berechnet. Das bedeutet für einen möglichen Käufer, dass der Kaufpreis nicht höher als die zukünftigen Gewinne sein soll. Doch gelten Vergangenheitswerte allgemein nicht als aussagestark genug.
Stellt sich nun die Frage, ob das Kapital in das Unternehmen oder in eine andere Kapitalanlage gesteckt werden soll, so muss der zukünftige Gewinn verzinst werden. Das geschieht in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren.
Der zukünftige Gewinn wird mit einem internen Zins abgezinst.

Die Multiplikatormethode

Sie gilt als einfache Methode, die oft von Investmentbankern und Equity-Analysten eingesetzt wird.
Die Basis der Methode ist die Leistungseinheitswertmethode. Zwei identische Güter können nach dieser Methode keine verschiedenen Preise haben. Es wird der Wert eines oder mehrerer Vergleichsunternehmen ermittelt und durch einen Multiplikator gewichtet. Der ermittelte Wert ist der Unternehmenswert des zu bewertenden Unternehmens.
Damit die Multiplikatormethode funktioniert müssen alle bewertungswichtigen Kriterien (Gewinne, Umsätze, Einzahlungen, EBIDTA, Buchwerte usw.) der Vergleichsunternehmen, mit denen des zu bewertenden Unternehmens übereinstimmen.
In der Praxis geschieht das selten. Das oder die Vergleichsunternehmen sollten aus der gleichen Branche stammen. Profitabilität, Wachstum und Risiken sollten deckungsgleich sein.
Als Multiplikatoren kommen dann z.B. die Ebitwerte (Earnings before interest and tax)in Frage. Es wird nun ein Durchschnitt der Ebitwerte der zum Vergleich ausgewählten Unternehmen gebildet, der dann als Multiplikator dient.
Der Multiplikator wird mit der Maßzahl des Unternehmens, die sich aus den Bewertungskriterien ergibt, multipliziert. Maßzahlen können die EBIDTA-Werte, die Buchwerte, Gewinne, GV-Erträge usw. sein.

Die Discounted-Cash-Flow-Methode

Es handelt sich um ein Verfahren zur Wertermittlung eines Unternehmens, eines Investitionsprojekt oder des Verkehrswertes einer Immobilie. Hierbei werden die Zahlungsströme, d.h. die Ein- und Auszahlungen (Cash Flow) in einem bestimmten Zeitraum ermittelt und abgezinst (discounted). Der ermittelte Wert ist dann der Unternehmenswert.
Die Zahlungsströme, die abgezinst werden sollen, sind geplante Werte der Zukunft. Die Planung erfolgt, in dem bekannte Werte der Vergangenheit in die Zukunft übertragen werden. Die geplanten Zahlungsströme werden mit einem Zinssatz auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Zu zahlende Steuern werden mit einberechnet.
Die geplanten Zahlungsströme werden in zwei Perioden aufgeteilt. Die erste Phase dauert 5 bis 15 Jahre und die zweite wird durch einen Restwert oder durch eine ewige Rente charakterisiert. Der Zinssatz wird durch ein Kapitalmarktmodell ermittelt.
Die Methode hat aber einige Probleme.
Die Schätzungen des zukünftigen Cash-Flows sind ungewiss. Die Werte der Vergangenheit werden sich in die Zukunft nur dann fortsetzen, wenn keine starken Veränderungen in den Zahlungsströmen des Unternehmens erfolgen.
Die Steuern, die eingerechnet werden und die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes sind weitere Probleme.
Ausgehend von den Annahmen bezüglich der Zahlungsströme, des Zinssatzes und der Steuern entstehen unterschiedliche Unternehmenswerte.  

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