Forward-Darlehen: Anschlusskredite für Immobilien-Finanzierung jetzt sichern

Anschlusskredite für die Immobilienfinanzierung sind zurzeit sehr günstig: Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung bekommt man für knappe 4 Prozent pro Jahr. Allerdings profitieren hiervon nur diejenigen, die jetzt die Anschlussfinanzierung umsetzen können. Wer noch mehrere Jahre seinen Immobilienkredit laufen hat und nicht über eine Sondertilgungsmöglichkeit verfügt, der hat zunächst keine Möglichkeit umzufinanzieren.

Für solche Kunden bieten die Banken nun einen Weg, die gegenwärtig niedrigen Zinsen zu sichern: Forward-Darlehen. Hierbei vereinbart man jetzt einen Kredit für den gegenwärtigen Zinssatz und vereinbart zugleich, dass dieser Kredit erst wirksam wird, wenn ein bestimmter Termin eingetreten ist. Dieser Termin muss mit dem Ende des laufenden Immobilienkredits identisch sein, denn nur so kann ja die Immobilie als Sicherheit für den Kredit wirken.

Allerdings muss man beim Forward-Darlehen folgende Punkte berücksichtigen

  • Forward-Darlehen kosten Geld
  • Forward-Darlehen sichern Chancen, haben aber auch Risiken.

 

Für das Sichern des gegenwärtig günstigen Zinsniveaus von etwa 4 Prozent verlangen Sparkassen und Banken beim Forward-Darlehn pro Monat einen Zinsaufschlag von etwa 0,02 bis 0,04 Prozent. Wer also ein Jahr noch warten muss, kann mit höheren Zinsen von bis zu einem halben Prozent rechnen. Bei zwei Jahren ist es dann schon bis zu 1 %. Und dieser Zusatzzins muss dann die ganze Laufzeit gezahlt werden. Es handelt sich also beim Forward-Darlehen im gewissen Sinne um eine Wette. Als Kunde hat man dann die Wette gewonnen, wenn der allgemeine Zins für Immobilienkredite innerhalb der Wartezeit stärker steigt, als der konkret vereinbarte Zinsaufschlag für das Forward-Darlehn.

Allerdings hat das Forward-Darlehen den Vorteil der jetzt berechenbaren Langfristwirkung des zukünftigen Kredits. Ich kann also beispielweise bei einem dreijährigen Vorlauf jetzt meine Zins- und Tilgungskosten bereits für 13 Jahre im Voraus abschätzen. Dies ist natürlich für Vermieter sehr interessant, die langfristig kalkulieren müssen.

Wenn man ein Forward-Darlehen abschließen will, dann sollte man sich bei dem aktuellen Immobilien-Finanzierer ein Angebot holen. Möglicherweise ist dieser bereit zum Kundenerhalt bei weniger Monaten ganz auf den Zinsaufschlag zu verzichten bzw. sich eher am unteren Rand der üblichen Margen zu orientieren. Auf Basis dieses Angebots sucht man dann bei der Konkurrenz nach besseren Möglichkeiten.

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