Geld sparen durch die richtige Wahl der Steuerklasse 

Wer ledig ist, der hat bei der Steuerklasse keine Wahl. Entweder bekommt er die Klasse I oder II, je nachdem ob er Kinder oder keine Kinder hat. Auch für Selbstständige ist dies kein Thema; für sie legt das Finanzamt entsprechend der letzten Einkommenssteuererklärung eine Vorauszahlung fest.

Aber für Ehepaare, die beide angestellt berufstätig sind, ist die Wahl der Steuerklasse wichtig. Sie können entweder beide in die Steuerklasse IV gehen oder einer geht in die Steuerklasse III, dann muss der andere die Steuerklasse V nehmen. Der Unterschied liegt in der monatlichen Belastung, die bei der Steuerklasse III deutlich geringer ausfällt.  

Die Begründung für diese Unterscheidung liegt im Ehegattensplitting. Sind die Einkommensunterschiede des Ehepartners groß, dann würde eine monatliche Besteuerung beim Ehepartner mit dem höheren Einkommen zu einer zu hohen Belastung führen, wenn beide Partner nach Steuerklasse IV versteuern würden.  

Es macht also Sinn, dass bei Ehepaaren mit unterschiedlich hohem Einkommen der Besserverdienende Steuerklasse III nimmt. Für den schlechter Verdienenden kommt damit nur noch Steuerklasse V in Frage. Sein Nachteil: Die Steuerbelastung ist insgesamt deutlich zu hoch im Vergleich mit einem Ledigen.  

Deshalb muss der Besserverdienende seinem Partner monatliche Ausgleichszahlungen leisten. Dies verstehen viele Besserverdienende nicht und deshalb gibt es hier schon mal Streit. Dem könnten Sie entgehen, wenn sie beide Steuerklasse IV wählen. Denn ein Wechsel der Steuerklassen ist jederzeit formlos möglich.  

Es gibt auch noch einen viel wichtigeren Grund für den Wechsel in die Steuerklasse IV. Wird nämlich der schlechter Verdienende arbeitslos, dann ist sein Arbeitslosengeld I höher, wenn er Steuerklasse IV hat. Dies hängt damit zusammen, dass bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes der Nettolohn entscheidend ist.  

Allerdings ist es nicht erlaubt kurz vor Beginn der Arbeitslosigkeit zu wechseln. Dies wird als Missbrauchs-Tatbestand gewertet. Wer aber schon einige Monate vorher gewechselt hat, der ist vor diesem Vorwurf gefeit. 

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