Geld sparen nach der Eheschließung 

Einer Eheschließung wird nachgesagt, dass sie mit hohen Kosten verbunden ist. Damit ist nicht in erster Linie die Feier, die Hochzeitsreise oder ähnliches gemeint, sondern die Kosten für den Nachwuchs und mögliche Unterhaltszahlungen an den Expartner, wenn die Eheschließung mal schiefgehen sollte.  

Dies ist zwar nicht falsch aber es gibt auch Möglichkeiten des Geldsparens. Da wären zum einen eine mögliche Absenkung der Miet- und Wohnungskosten zu überlegen, wenn die bisher getrennten Wohnungen zusammengelegt werden sollten. Wenn zwei Personen mit je 50 qm auskommen, dann kommen beide zusammen mit 70 qm aus. Das würde tendenziell die Kosten um 30 % senken. Auch die Haushaltsführung von zwei Personen in einem Haushalt sollte günstiger ausfallen als in zwei getrennten Haushalten. Und man kann möglicherweise ein Auto einsparen, wenn man nicht sehr unterschiedliche und lange Wege zur Arbeit hat. 

Vom Steuerrecht wird aus das Heiraten unterstützt. Dies wirkt sich insbesondere dann aus, wenn die Ehepartner deutlich unterschiedlich hohe Einkommen haben. Denn nach der Eheschließung werden sie gemeinsam veranlagt. Konkret bedeutet dies, dass bei der Einkommenssteuererklärung die Summe der Einkommen gebildet wird. Die Steuerlast wird dann als der doppelte Betrag von der Hälfte der Einkommenssumme berechnet. Das Stichwort in diesem Zusammenhang: Ehegattensplitting. Nicht die Ehegatten werden hier gesplittet sondern ihre Einkommenssumme wird in zwei gleiche Teile aufgeteilt und jeder Teil wird für sich versteuert. Wegen der Steuerprogression ist dies deutlich günstiger, als wenn jeder für sich eine Einkommenssteuererklärung abzugeben hätte.  

Ein Beispiel: Verdient der Mann 200.000 Euro und seine Ehefrau 30.000 Euro dann zahlt er keine Einkommenssteuer von 200.000 Euro und seine Frau von 30.000 Euro sondern beide zahlen gemeinsam das Doppelte an Steuern, das für 115.000 Euro zu zahlen wäre.  

Dies gibt wegen der Steuerprogression einem erheblichen Einspareffekt. Denn die Steuerbelastungs-Quote ist bei 200.000 Euro erheblich höher als bei 30.000 Euro. Die Summe der Steuer der Ehe-Partner wird also durch die Eheschließung deutlich reduziert. 
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