Container Fonds als Kapital-Anlage

Container sind international standardisierte Behältnisse, welche den weltweiten Transport von Stückgütern auf Schiffen oder auch auf LKWs bzw. auf Schienen dank ebenso standardisierter Logistiksysteme mit großen Produktivitätsfortschritten versehen haben.

Die Reduzierung der Transportkosten bietet demnach weitere Expansionsmöglichkeiten für das Transportvolumen - und demnach auch für Investoren, die auf Containerfonds setzen. Hierbei handelt es sich in der Regel um geschlossene Fonds, bei denen sich der Anleger am (Teil)Erwerb ganzer Containerflotten beteiligt. Ist die angepeilte Investitionssumme erreicht, erfolgt seitens der Fondsgesellschaft der Kauf bzw. die Beteiligung an einer Containerflotte. Deren Auslastung und damit auch die Rendite für den Anleger erfolgt vor allem durch ihre Vermietung an große und bonitätsstarke Linienreedereien und die enge Zusammenarbeit mit den wichtigsten Umschlagehäfen- und Bahnhöfen der Welt. Je besser die Containerflotte ausgelastet ist, je höher sind auch die zu erwartenden Gewinne.

Als Standard-Sachwerte sind Containerflotten abhängig von der konjunkturellen Entwicklung der Weltmärkte im Allgemeinen und der Ex- und Importbewegungen der entsprechenden Nationen und Häfen. Geringe Auslastung bedeutet in der Regel auch höhere Standkosten und damit auch niedrigere Rendite für die Investoren. Eine Risikostreuung durch das Anbieten der Container an international und auf mehreren Transportwegen operierende Logistikunternehmen kann zusätzlich helfen, die Rendite und Rentabilität zu steigern.

Mitunter setzen sich die Containerportfolios nicht ausschließlich aus neuen, sondern teilweise auch aus gebrauchten Standardcontainern zusammen. Bei gleicher Auslastung und niedrigeren Anschaffungskosten kann dies mehr Gewinn für die Fondsgesellschaft und den einzelnen Anteilsinhaber bedeuten.

Containerfonds können Laufzeiten von ca. 5 bis 15 Jahren aufweisen. Mitunter werden die Anteile in Fremdwährungen ausgegeben bzw. die Gewinne im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens von der Abgeltungssteuer befreit, wenn die Gesellschaft ihren Sitz nicht in Deutschland hat, was gerade bei Containerfonds häufig der Fall ist. Dabei sei jedoch zu beachten, dass Währungsschwankungen Gewinnverluste bedeuten können.

In der Regel werden die Container zum Ende der Laufzeit hin verkauft. Hiervon ist auch die Höhe der größten Gewinnauszahlung abhängig. Insofern gilt es sich vor dem Kauf von Anteilen eingehend über den Wert von gebrauchten Containern zu informieren.

Der Vorteil an einem Containerfonds ist derselbe, den auch andere geschlossene Fonds aufweisen. Da nur in ein Objekt - also in eine Containerflotte - investiert wird, scheint es einfacher, die Übersicht über die Wertentwicklung zu behalten.

Außerdem lassen sich Leerstand und damit auch den Gewinn beeinträchtigende Kosten dank universeller Einsatzmöglichkeiten der Standard-Container auf Schiffen, Schienen und Straßen zum größten Teil vermeiden.

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