Das Angebot an Fest- und Tagesgeld bei Autobanken

Dass es gerade Autobanken sind, welche Mittel aus dem Sonderfons Finanzmarktstabilisierung in Anspruch nehmen, kann einerseits sicherlich in Verbindung mit der anhaltenden Krise der Automobilbranche und nicht zuletzt auch der davon abhängigen Zuliefererindustrie gelten.

Andererseits spricht die Inanspruchnahme staatlicher Gelder seitens der Finanztöchter von BMW, Mercedes und VW auch dafür, dass die teure und Kapital aufwendige Refinanzierung der Autobanken auch Vorteile für Kunden birgt - egal, ob sie nun einen Neuwagen kaufen oder einfach nur Geld anlegen möchten- Die Automobilkonzerne brauchen Geld, aber auch eine gute Reputation bezüglich ihrer Kreditwürdigkeit. Diese wird am besten gewonnen, wenn die Bundesrepublik Deutschland als Garant und Kreditgeber dahinter steht. Bessere Bonität bedeutet weiterhin bessere Kreditaussichten- und Konditionen am Interbanken-Markt. Doch dieses Geld alleine reicht nicht. Insofern werden den Kunden attraktiver Tages- und Festgeldzins geboten und auch dadurch Geld in die Kassen der Konzerne gespült - plus einer gewissen Verbundenheit der Anleger bezüglich der jeweiligen Automarke. Mit Zinsen von bis zu 5% und teilweise mehr versuchen die Autobanken den anderen Kreditinstituten das Kapital der Kunden streitig zu machen. In Verbindung mit anderen Cross-Selling-Produkten (kostenlose Kreditkarte, Rabatte beim Kauf eines Neuwagens, etc.) können die Autobanken einige (Image)Vorteile für sich verbuchen. So sei da die Aussicht auf günstige Leasing- und Finanzkaufangebote erwähnt, ebenso wie die Möglichkeit durch höhere Liquidität auch neue Investitionen in beispielsweise Automobile mir stark reduzierten CO²-Ausstoß fördern zu können.

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