Die Sicherheit bei Geldmarktfonds
Werden höhere Renditen versprochen, so kann dies daran liegen, dass dem Geldmarktfonds ein kleiner Anteil an Aktien beigemischt ist oder auch Geldmarktinstrumente in Fremdwährungen, so zum Beispiel ausländische Anleihen. Hier ergeben sich sowohl Chancen, wie auch Risiken, sind Kurs- und Währungsschwankungen doch Auslöser für Gewinne und Verluste. Der Vorteil gegenüber Einzeltiteln wie Festgeld oder Anleihe liegen für den Sparer in der Diversifikation der Fondsanteile bezüglich 'sicherer' und riskanter Papiere. Doch darin liegt genau auch das Risiko. Weiterhin fallen bei den meisten Geldmarktfonds Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschläge an, welche die Rendite teilweise vollständig amortisieren können.
Geldmarktfonds eignen sich besonders für Anleger mit kurzem Investitionshorizont und dem Wunsch, ihr geparktes Geld nicht zu verlieren. Andererseits lassen sich auch keine großen Renditen erwarten. Vorteile sind sicher, dass die Investition in Geldmarkttitel viel Flexibilität verspricht und Zinsen selten so viel sinken können, wie Aktien oder Immobilien an Wert verlieren. Dennoch kann die Beimischung riskanter Titel wie eben Asset Backed Securities oder Junk-Bonds (also Anleihen mit hoher Rendite, aber auch überdurchschnittlichem Risiko - siehe Argentinische Staatsanleihen im Jahre 2003) zumindest bedeuten, dass die Entwertung bzw. Unverkäuflichkeit dieser Titel die Performance des gesamten Fonds belastet, mühsam erwirtschaftete Zinserträge regelrecht aufgefressen und bei kurzer Laufzeit kaum wieder erwirtschaftet werden können.
