Geld im Hinterhof: Garagen-Fonds als alternatives Immobilieninvestment

Immobilienfonds stehen seit einiger Zeit in der Kritik, auch weil namhafte Fondsgesellschaften Fonds zeitweilig schließen oder gar auflösen mussten. Die Folge für die Anteilseigener ist, dass sie im Fall von eingefrorenen Publikumsfonds ihre Anteile nicht an die Fondsgesellschaft zurückgeben können. Falls sie sich entschließen, die Beteiligungen an der Börse zu verkaufen, müssen sie mit erheblichen Abschlägen rechnen.

Insofern suchen viele eine Alternative, auch weil scheinbar sichere Investments wie beispielsweise bestimmte Staatsanleihen momentan zwar gut verzinst sind, andererseits aber ein erhöhtes Risiko des Staatsbankrotts tragen, je höher die Risikoaufschlag ist.

So treten beispielsweise Gewerbeimmobilien, die trotz Krise ein gutes Mietwachstum hatten und auch weiterhin versprechen, in den Fokus des Interesses. Hier gilt jedoch auch, dass renditestarke Objekte hart umkämpft sind. Da die Bauaktivitäten eher rückläufig sind und Firmen vielmehr im Bestand umziehen, als neue Gebäude zu errichten, wird der Platz für sichere Investments-also Gewerbeimmobilien in guter bis sehr guter Lage mit langen Mietverträgen, guter Ausstattung und infrastruktureller Anbindung, der Möglichkeit des Parzellierens, etc. - knapper und dadurch teurer.
Dahin gehend kann es sich für Anleger also lohnen hinter die Fassade, also auf den Hinterhof zu blicken. Dort lassen sich tatsächlich Schmuckstücke für das Portfolio entdecken: Garagen sind gefragter denn je. Immer mehr große Städte versuchen, den Innenstadtverkehr aus den Zentren zu verbannen, bieten daher weniger Stellplätze und verringern damit das Angebot an gefragten Parkmöglichkeiten für Pendler und Arbeitnehmer, die außerhalb der Stadt wohnen, im Zentrum arbeiten, hochwertige Autos besitzen und zudem wissen, dass ja auch Kfz-Versicherer Rabatte auf Garagenwagen gewähren.

Weiterhin versuchen viele Wohnungsgesellschaften sich Liquidität zu verschaffen und veräußern Teile ihrer Garagenbestände. Hier liegt nun die Chance für den Anleger. Sei es, dass man eine Garage direkt erwirbt und sie dann vermietet oder sich aber auch über einen geschlossenen Fonds an den Erlösen in Form von Renditen von bis zu zehn Prozent beteiligt: Für beide Investments gilt, dass der Aufwand gering und der Erlös gut ist. Bei Mietverträgen für Garagen greift das Mieterschutzgesetz nicht, was bedeutet, das säumige Mieter die Garage sofort räumen müssen, es so also zu keinem signifikanten Leerstand bzw. Mieteinnahmenausfall kommt. Außerdem bieten viele Wohnbaugesellschaften an, die von ihnen verkauften Garagen auch weiterhin zu verwalten. Dies kostet zwar eine Gebühr, hilft aber Zeit und Aufwand bei der monatlichen Abrechnung mit den Mietern sparen. Schließlich lassen sich Garagen leicht und kostengünstig renovieren bzw. pflegen, auch weil sie abgesehen vom Garagentor keine nennenswerte (Innen)-Einrichtung und/oder kostspielige sanitäre Einrichtungen, Heizungen, etc. haben.

Das Beste jedoch an diesem Investment ist, dass sich der Preis für eine gut gelegene Garage noch nicht der steigenden Nachfrage angepasst hat und daher noch relativ wenig Kapital notwendig ist, um sich einen kleinen oder auch größeren Garagenpool zuzulegen.

 

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 5.0 / Prozent: 100% , Stimmen: 1

Artikelinformationen