Industrierohstoffe als langfristiges Investment für die Portfolio-Differenzierung 

Neben Edelmetallen und Immobilien erfreuen sich auch industriell genutzte Rohstoffe immer größerer Beliebtheit im privaten und industriellen Investmentbereich. Dies hat mehrere Ursachen, ebenso wie es auch unterschiedliche Interessensgruppen und Investoren gibt, welche die Nachfrage und damit auch den Preis für Aluminium, Kupfer und Zink stabil halten bzw. immer wieder steigen lassen.

Letztlich geht es bei der Preis- und Kursbildung in erster Linie darum, wie groß die Ressourcen sind und wie einfach oder auch schwierig deren Förderung und auch die Weiterverarbeitung zu industriellen Zwecken ist.

Gerade für die großen Industriestaaten, deren Bedarf an Industrierohstoffen mit steigender Produktion wächst, sind abhängig von einem kontinuierlichen Fluss an Industrierohstoffen. Je stärker die jeweilige Wirtschaft wächst, je intensiver wird sich auch die Nachfrage nach Rohstoffen entwickeln - und damit auch die Notwendigkeit eine kontinuierliche Versorgung zu garantieren.
Beispielhaft seien hier die Autoindustrie oder auch das Metall verarbeitende Gewerbe genannt.

Andere Faktoren sind Fondsmanager, welche die entsprechenden Depots ihrer Kunden mit Investments in Industrierohstoffe diversifizieren. Da zahlreiche industriell genutzten Rohstoffe an der London Metal Exchange gehandelt werden, unterliegt die Geschäfte mit ihnen demnach auch einem regulierten, jedoch nicht (im Gegensatz zu den US-Märkten) restriktiven Markt, der zumindest ein gewisses Maß an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit für Investoren bietet. Industriemetalle sind andererseits keine geeigneten Objekte für schnelle und hohe Gewinne. Sie können als Investment eher dazu dienen, langfristige Anlagestrategien zu ergänzen. Insofern sind es vor allem gemischte Fonds, aber auch staatliche Pensionskassen bzw. jene von Unternehmen, welche Teile ihres Vermögens in diese Assetklasse investieren.
Schließlich nähren sich ihre Kurse, Werte und Preise auch aus dem Zusammenspiel mit anderen Rohstoffen, die man zur Gewinnung von Zink, Kupfer und Aluminium braucht, also beispielsweise Öl. Steigt dessen Preis, ziehen auch die anderen Kurse an.

Neben dem tatsächlichen Investment in Industrierohstoffe existiert auch noch ein Markt mit hoch volatilen Nebenprodukten, wie beispielsweise Optionen, Optionsscheine oder auch Zertifikate. Diese bilden im Prinzip verbriefte Wetten auf fallende bzw. sinkende Kurse der Industriemetalle ab. Die Inhaber und auch Anbieter dieser Instrumente haben kein physisches Interesse an den Rohstoffen, und dennoch bestimmen sie zu einem großen Teil die Preisentwicklung mit.

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