Wie verhalten sich Lebensversicherung und Erbschaftssteuer?

Wird eine Lebensversicherung im Falle des Todes ausgezahlt, muss für die ausgezahlte Summe vom Begünstigten in einigen Fällen Erbschaftssteuer bezahlt werden. Es gibt für nahe Verwandte jedoch recht hohe Freigrenzen. So beträgt diese bei Ehegatten EUR 307.000, bei Kindern noch immer EUR 205.000 (Stand 08/07).
Dies ist dann der Fall, wenn der Versicherungsnehmer gleichzeitig die versicherte Person ist. Hatte der Ehemann also einen Vertrag auf sich abgeschlossen, seine Frau jedoch als Begünstigsten vereinbart, muss sie bei Überschreiten der Freigrenze Erbschaftssteuer bezahlen. Anders wenn die Frau selbst Versicherungsnehmer, der Mann aber versicherte Person ist. Dann fällt keine Erbschaftssteuer an, da es sich um ihren eigenen Vertrag handelt.
Generell unterliegen Lebensversicherungen aber zur zu zwei Dritteln der Erbschaftssteuer. Das verbleibende Drittel wird steuerfrei an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Somit ist die Kapitallebensversicherung auch ein Steuerschlupfloch.
Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen