Mit vermögenswirksamen Leistungen Geld für Geldanlagen vom Staat bekommen

Vermögenswirksame Leistungen, das sind Geldanlagen, die ein Arbeitnehmer von seinen Gehalt überweisen lässt und die einer gewissen Laufzeit-Bindung bei der Bank, der Versicherung oder der Bausparkasse unterliegen. Hier gibt der Arbeitgeber häufig nach Anwendung eines Tarifvertrags einen Zuschuss. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Zuschüsse von Staat (die Arbeitnehmer-Sparzulage) möglich. Da die Einkommensgrenzen für diese Zuschüsse jahrelang nicht nach oben angepasst wurden, hat man die vermögenswerten Leistungen kaum noch beachtet. Doch ab 1.4.2009 (kein Aprilscherz) gibt es neue Obergrenzen, bis zu denen die Beantragung eines staatlichen Zuschusses möglich sein wird. Auch der Bonus, den man pro Jahr bekommen kann, ist leicht nach oben angepasst worden.

 

Hier die Zahlen im Vergleich:

 

Alte Regelung
Ab 1.4.2009
Einkommensgrenze pro Jahr(bis zu diesem versteuerten Einkommen bekommt man die staatliche Sparzulage) 17.900 Euro (Ledige)

35.800 Euro (Verheiratete)

20.000 Euro (Ledige)40.000 Euro (Verheiratete)
Maximale Bonuszahlung  72 € 80 €

 

 

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage. Entscheidet man sich für eine Sparanlage, dann muss in diese 6 Jahre bis zu 400 Euro pro Jahr eingezahlt und anschließend ein Jahr gewartet werden. Insgesamt muss man also absehen können, dass man für 7 Jahre das Geld nicht braucht und man auch für etwa 6 Jahre eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür erkennen kann, dass man als Arbeitnehmer beschäftigt ist.

Relevant für die Einkommensgrenze ist das Jahr der Geldanlage. In diesem Jahr muss man die Einkommensgrenze unterschreiten. Auch zu beachten ist, dass nicht das Bruttoeinkommen sondern das deutlich niedrige zu versteuernde Einkommen für den Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage relevant ist. Der Antrag auf die Arbeitnehmer-Sparzulage wird beim zuständigen Finanzamt im Rahmen der Einkommenssteuer-Erklärung gestellt.

Arbeitnehmer, die die oben angegebenen Einkommensgrenzen unterschreiten, sollten die Chance auf diese Art der Vermögensbildung nutzen, denn unter Einbezug der Arbeitnehmer-Sparzulage ist die Rendite dieser Anlage sehr hoch. Außerdem können sie so sich die Zulagen des Arbeitgebers für eine vermögenswerte Anlage sichern. Nach den sieben Jahren der Laufzeit kann dann völlig frei über das aufgelaufene Geld (eigene Anlage, Zuschuss vom Arbeitgeber, Zinsen der Bank, Arbeitnehmer-Sparzulage des Staates) verfügt werden.

 

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