Nachhaltige Immobilienfonds als langfristige Anlage

Das moderne Immobilieninvestment kennt mittlerweile auch die Konzentration auf 'grüne' Häuser, d.h. auf Gebäude, die nachweislich energieeffizient und nachhaltig sind. Dabei liegt der Fokus auf zukunftsfähigen und energieeffiziente Objekten, Neubauten oder auch Bestandsimmobilien, gewerblich oder auch privat genutzt.

Dabei sind es vor allem Immobilienfonds, welche in Analogie zu nachhaltigen Fonds aus anderen Branchen mittlerweile auf Ökologie in engem Zusammenspiel mit Ökonomie setzen. Wichtig für die Fondsmanager ist, dass die ins Portfolio aufzunehmenden Objekte eine der nationalen oder international angeerkannten Nachhaltigkeitszertifizierungen vorweisen können. Sei es das US-Label Leed, das Gütesiegel Breeam aus Großbritannien, das HQE aus Frankreich oder auch das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB) - ohne nachweisliche Zertifizierung finden indes selbst Passivhäuser keinen Zutritt in grüne Immobilienfonds.

Nachhaltigkeitsfonds im Immobiliensektor sind vor allem deshalb attraktiv, weil die gesetzlichen Vorgaben und die Entwicklung der Energiepreise unweigerlich dazu führen, dass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten jede Immobilie energieeffizient und nachhaltig gebaut bzw. umgebaut wird. Die sinkenden Energiekosten beispielsweise können mehr Rendite versprechen, wie aber auch die jeweiligen staatlichen Zulagen beim (Um)Bau eines nachhaltigen Gebäudes lukrativ sind. Die Konzentration eines Immobilienfonds auf ausschließlich solche Gebäude verspricht insofern auch ein nachhaltiges Investment, als dass auf lange Sicht Energie- und Instandhaltungskosten gespart werden und bei entsprechender Lage in attraktiver Region mehr Gewinn zu erwarten ist, wenn auch die Investitionskosten anfangs höher sind.

Der Nachteil in Deutschland liegt vor allem darin, dass es noch zu wenige Gebäude gibt, als dass damit ein Publikumsfonds eröffnet werden könnte. Vielmehr peilen die Fondsgesellschaften an, die bestehenden klassischen Immobilienfonds nach und nach durch grüne Gebäude zu bereichern.

In der Schweiz beispielsweise wurde mittlerweile ein Immobilienfonds aufgelegt, der in wirtschaftlich starken Regionen in Neubauprojekte investiert, die streng definierten Kriterien bezüglich
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit (auch der verwendeten Materialien), Nutzungsflexibilität und guter Infrastruktur genügen müssen. Hier wird demnach wirtschaftliche Attraktivität mit ökologischen Schwerpunkten vereint.

 

Weitere Infos:

http://ch.csam.com/chinst/real_estate/de/daily_prices/re_daily_prices.asp

 

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