Produktinformationsblatt des Bundesverbraucherschutzministeriums für Geldanlagen 

Im Zusammenhang mit der Finanzkrise kam es zu einer erheblichen Verunsicherung der Geldanleger. Denn diese wurden nicht hinreichend genau über die Risiken von bestimmten Anlageformen aufgeklärt. So wurden beispielsweise die Papiere der amerikanischen Lehman-Bank noch kurz vor dem Zusammenbruch empfohlen. Möglicherweise auch deshalb, weil die Bankberater selbst keine Ahnung von der Komplexität und dem Risiko vielen Finanzprodukte haben.

Beim Bundesverbraucherschutzministerium ist man sich der Aufgabe bewusst, für mehr Transparenz in bei den Geldanlage-Möglichkeiten zu sorgen. Man hat verschiedene Informationen zusammengestellt, die sicherstellen sollen, dass Verbraucher vor der Geldanlage eine bessere Informationsbasis bekommen. Hierzu gehört auch ein Produktinformationsblatt, das als Muster für eine gültige Verbraucherinformation dienen könnte. Im Rahmen einer Qualitätsoffensive- Verbraucherfinanzen hat das Bundesverbraucherschutzministerium damit ein standardisiertes Produktinformationsblatt für Geldanlagen den Geldinstituten zur Verfügung gestellt. Das Produktinformationsblatt soll die Risiken, Rendite-Möglichkeiten, Anlage-Kosten und Verfügbarkeit der Anlageprodukte deutlich machen. Ein Beispiel, wie das aussehen könnte findet man unter der Webadresse http://www.bmelv.de/cln_102/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Finanzen-Versicherungen/ProduktinfoblattAktien.html?nn=310770.

Auffällig ist, das die Risiken vor den Renditechancen stehen und das die Risiken deutlicher formuliert sind, als man es sonst aus Produktpräsentationen kennt: "Es besteht die Möglichkeit geringer und größerer Kursverluste durch schlechte Managementleistungen, die negative Entwicklung einzelner Aktien oder der Aktienmärkte insgesamt. Über den Erwerb der indirekt durch die Fondsanteile verbrieften Aktienanteile geht der Anleger bezogen auf die einzelnen Aktiengesellschaften ein unternehmerisches Risiko bis hin zum Totalverlust ein. Dies kann durch die Steuerung auf viele Aktienwerte abgemildert werden." Diese Fakten sollten zwar jedem Anleger als Selbstverständlichkeiten bekannt sein, doch hinterher will man davon lieber nichts gewusst haben.

Konsequent ist daher nur, dass man zusätzlich beim Bundesverbraucherschutzministerium einen Checkliste Finanzberatung anbietet, die Geldanleger nutzen können, um sich von der Qualität der Beratung durch ihre Bank eine eigene Einschätzung zu bilden: http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/407516/publicationFile/25974/Checkliste-Finanzberatung.pdf.

Das achtseitige Papier ist sehr übersichtlich aufgebaut und stellt die Geldanlageberatung auf eine solide Basis. Zunächst werden einige grundlegende Essentials jeder Geldanlage erläuter. Dann wird ein übersichtliches Formular geliefert, das man einfach für jede größere Geldanlage selbst ausfüllen kann. Hierdurch ist man veranlasst, alle relevanten Infos und Entscheidungskriterien sich selbst klar zu machen. Diese kann man dann später jederzeit nutzen, wenn man eine neue Entscheidung zur Geldanlage angehen will.

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