Rohstoffe als Geldanlage sind hochspekulativ

Nicht nur in Zeiten schwankender Ölpreise wird die hoch spekulative, aber in günstigen Fällen auch sehr lukrative Anlage in Rohstoffe immer beliebter. Dabei muss erwähnt werden, dass es nicht nur Rohöl ist, welches sich als Anlageziel empfiehlt. Auch andere Rohstoffe wie Kaffee, Kakao, Soja, Wolle oder selbst Wasser finden sich mehr und mehr an den (Termin)Börsen dieser Welt.
Selten erwirbt der private Investor die Rohstoffe selbst. Vielmehr kaufen viele Anleger Futures, Optionen, Optionsscheine oder Zertifikate, deren Basiswert Rohstoffe sind. Ebenso werden immer wieder Fonds aufgelegt, welche teilweise oder ausschließlich auf Rohstoffen basieren. In Zeiten der Verknappung bestimmter Rohstoffe setzen viele Investoren auf große Nachfrage bei begrenzten Ressourcen. Aber auch Bio-Kraftstoffe als Alternative zu Rohöl und die ihnen zugrunde liegenden Rohstoffe wie Mais oder Soja finden nach und nach großen Anklang als Geldanlage. Sicher versprechen Rohstoffe in vielerlei Anlageform hohe Renditechancen eben aufgrund ihrer volatilen Kurse. Andererseits muss erwähnt werden, dass gerade dem Laien nicht oder kaum zu erschließende Faktoren wie Ernten, technologische Entwicklungen und beispielsweise OPEC-Fördermengenbeschlüsse erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung haben, da die Märkte auch auf unwichtig erscheinende Meldungen zum Teil heftig reagieren und sich dadurch erhebliche Kursschwankungen einstellen. Auch Faktoren wie wachsende Volkswirtschaften und daraus resultierender Energiebedarf einerseits, wie aber auch staatliche Umweltschutzbestimmungen können die Renaissance oder auch den Verlust der Vormachtsstellung bestimmter Rohstoffe bedeuten und damit letztendlich auch über deren Attraktivität als Anlageziel entscheiden.
Artikelinformationen