Tagesgeldkonto für langfristige Geldanlagen

Das klassische Sparbuch hat ausgedient. Wer heutzutage sein Ersparnisse sicher anlegen möchte, eröffnet als Alternative ein Tagesgeld-Konto. Die Vorteile liegen auf der Hand: die angelegten Gelder sind jederzeit frei verfügbar, lassen sich einfach transferieren, der angelegte Betrag wird je nach Bank monatlich bzw. vierteljährlich verzinst und man profitiert vom Zinszinseffekt, da der Zinsbetrag auf das Tagesgeldkonto überwiesen und beim nächsten Mal mitverzinst wird.

Tagesgeldkonten werden von allen großen Direktbanken angeboten und sind einfach in der Handhabung. Online hat man seine Geldanlage jederzeit im Blick, Änderungen können einfach per Telefon- oder Internetbanking abgewickelt werden. Welches Konto für die jeweiligen Bedürfnisse am besten ist, kann man über einen Tagesgeldvergleich online schnell herausfinden. Vor allem für kurzfristige Geldanlagen ist das Tagesgeldkonto beliebt. Aber ist diese Form der Geldanlage auch für langfristige Sparer geeignet?

Wer Geld auf einem Tagesgeldkonto langfristig binden möchte, sollte zuerst darauf achten das die gewählte Bank der Einlagensicherung der EU unterliegt. Diese garantiert, dass im Falle einer Bank-Insolvenz mindestens 50.000€ der Einlagen gesichert sind. Ein weiteres Auffangnetz bieten Banken, die dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds angehören. Dort sind je nach Bank Beträge in Milliardenhöhe gesichert. Im Fall der Fälle bekommt der Anleger so seine kompletten Einlagen zurück.

Bei einer Festgeldanlage muss sich der Sparer schon zu Beginn entscheiden, wie lange er sein Geld binden möchte. Je nach Zeitraum und der Höhe der eingelegten Summe ergibt sich ein festgelegter Zinssatz, der für die Dauer der Anlage gleich bleibt. Bei einem Tagesgeldkonto schwankt der Zinssatz zwar je nach Geldinstitut zwischen 2,5 und 4,5%, verzinst wird meist aber schon ab dem ersten eingelegten Euro. Da sich der Zinssatz bei Tagegeldkonten der Marktentwicklung anpasst, profitiert das Tagesgeld vom steigenden Zinsniveau. Aber auch in die andere Richtung: sinkt das Zinsniveau, wir die Anlage geringer verzinst. Doch selbst  wenn die Geldinstitute ihre Zinssätze theoretisch täglich ändern könnten, bemühen sich die Banken aus Kundenbindungsgründen, die Zinsen langfristig auf demselben Niveau zu halten.

Gerade in den Zeiten schwieriger Finanzlage sollte man sich gut überlegen ob man sein Geld in einer Festgeldanlage oder mittels eines Sparplans langfristig bindet, denn die Einlagen sind schließlich über mehrere Jahre nicht mehr verfügbar. Daher sollte man nur Geld anlegen, von dem man sicher ist, dass es für diesen Zeitraum nicht benötigt wird. Möchte man früher an sein Geld heran, muss man mit Zinsverlusten rechnen und eine Extragebühr entrichten. Um sich der Marktentwicklung optimal anzupassen empfiehlt sich daher auch für Sparer ein Tagesgeldkonto. 

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