Verzinsliche Wertpapiere

Verzinsliche Wertpapiere verfügen in der Regel über einen festen oder auch variablen Zins. Sie haben ähnlich der Anleihe einen Nennwert und einen Zinskupon. Je nach Bonität und Rating des Emittenten sind die Zinsen entsprechend hoch oder niedrig. Gerade, was die Zinsen und deren Form angeht, unterscheiden sich verzinsliche Wertpapiere erheblich.
Neben den Null-Kupon-Anleihen, bei denen die Zinsen erst zum Ende der Laufzeit gezahlt werden, gibt es wieder andere, welche die Rückzahlung der Anleihe in einer und jene der Zinsen in einer anderen Währung vorsehen (Doppelwährungsanleihen). Kombizins-Anleihen hingegen schreiben nach einigen zinslosen Jahren erst in der Restlaufzeit (höhere) Zinsen gut. Optionsanleihen wiederum geben dem Inhaber das Recht, neben Zinsen auch ein bestimmtes Wertpapier zu vorher vereinbarten Bedingungen bei Laufzeitende zu erwerben, also eine physische Lieferung des gegenwertes, der bei klassischen Anleihen in der Regel nicht vorgesehen ist, sondern es immer auf eine ‚Barabfindung’ hinausläuft. Aber auch in zahlreichen Fonds finden sich verzinsliche Wertpapiere. Sei es in Riester-Renten-Versicherungen oder auch anderen Altervorsorgen: Verzinsliche Wertpapiere und meist jene mit Garantiezins sind gerade bei Riester-Modellen unabdingbarer Bestandteil, damit Rentenfonds auch als staatlich förderungswürdig anerkannt werden, sichern sie doch sowohl Versicherern als auch Versicherten zumindest die Rückzahlung der eingezahlten Beträge, wie auch die garantierte Verzinsung. Wie bei allen Wertpapieren gilt auch bei verzinslichen Werten, dass je niedriger die Bonität des Emittenten ist, je höher auch die Zinsen ausfallen.
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