Was sind Kurzfristanlagen?

Kurzfristanlagen bezeichnen das Anlegen einer bestimmten Summe über einen Zeitraum von maximal 12 Monaten. Hierbei seien Tages- und Festgeldkonten ebenso erwähnt wie auch Bundeswertpapiere (Anleihen), die fest verzinst sind, eine kurze Laufzeit aufweisen, nicht börslich gehandelt werden und somit keinen Kapitalmarktschwankungen unterliegen.

Aber auch das Verleihen von Geld gegen Zinsen bei privaten Kreditplattformen - bzw. Foren kann eine Alternative zum sprichwörtlichen Horten unter der Matratze sein. Spricht man von Kurzfristanlagen, sind Sparbücher beispielsweise die falsche Alternative, da diese sich auch aufgrund des Zinseszinseffektes erst bei längerer Anlage lohnen, setzt man mittlere Sparbeträge voraus. Als Alternative zu Tagesgeld und Co. hat die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland GmbH im Juli eine Tagesanliehe begeben. Neben der kostenlosen Depotführung wird der Zinssatz täglich angepasst und die erwirtschafteten Zinsen mit verzinst. Ein Abziehen des erwirtschafteten Kapitals ist jederzeit und ohne Anfallen von Gebühren möglich. Wenn auch der durchschnittliche Zinssatz unter jenem von Tages- oder Festgeld liegt, eignet sich die Tagesanleihe dennoch als Kurz- oder gar Mittelfristanlage, auch weil ihr Kauf und Verkauf gebührenfrei ist. Ebenso wenig sind Kursrisiken vorhanden. Weiterhin können durch andere Bundeswertpapiere erwirtschaftete Gewinne direkt und kostenlos in Tagesanleihen geparkt werden. Schließlich seien noch Zertifikate oder auch Optionsscheine mit kurzer Laufzeit genannt, die jedoch etwas riskanter als festverzinsliche Wertpapiere sind und auch den Totalverlust des eingebrachten Kapitals nach sich ziehen können.

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