Gesetzliche Krankenversicherung: Zuschüsse bei der Kur 

Durch die Einführung des Gesundheitsfonds sind die Beitragssätze zu den einzelnen gesetzlichen Krankenversicherungen vereinheitlicht worden. Daher rücken die Leistungen der einzelnen Krankenversicherungen in das Blickfeld der Verbraucher, wenn es um die Bewertung von Unterschieden bei der Wahl einer gesetzlichen Krankenversicherung geht.

So werden zum Beispiel unterschiedliche Zuschüsse bei einer Kur gewährt.

"Kur" ist allerdings kein Begriff, der für die Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse offiziell verwendet wird. Hier spricht man eher von "medizinischer Vorsorge" oder "Rehabilitation". Zuschüsse zu einer Kur (auch Erstattung von Unterkunfts- und Fahrtkosten) sind dann möglich, wenn durch medizinische Vorsorge eine drohende Erkrankung abgewendet werden kann. Ist die Krankheit schon ausgebrochen, dann sollte eine Kur deren Verschlimmerung verhindern oder eine Beschleunigung der Heilung bewirken. Schließlich kann eine Kur auch dafür sorgen, dass eine drohende Pflegebedürftigkeit vermieden werden kann.

Unter einer Kur wird meistens ein mehrwöchiger "stationärer" Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung verstanden; diese wird aber nur dann von der gesetzlichen Krankenversicherung unterstützt, wenn eine ambulante Behandlung am Wohnort (ohne Wohnungswechsel) nicht möglich ist. Generell gilt bei der gesetzlichen Krankenversicherung: "ambulant vor stationär" - dies insbesondere bei der Kur zur Verbesserung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation.

Aber beispielsweise bei Osteoporose, Arthrosen oder Atemwegs-Erkrankungen ist oft keine ambulante Behandlung sinnvoll und zielführend. In diesen Fall werden Kuren während eines Urlaubes von der gesetzlichen Krankenkasse unterstützt. Alle Kosten für medizinische Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen; es werden aber die üblichen Eigenleistungen bei Medikamenten und die Praxisgebühr vom Patienten eingefordert. Für die Kosten für Unterkunft und Verpflegung erhalten die Patienten bei notwendiger stationärer Behandlung während der Kur einen tagesgezogenen Zuschuss, der je nach gesetzlicher Krankenkasse unterschiedlich gestaltet ist. Die Zeitschrift test hat im Internet hierzu eine Übersicht erstellt: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-Gesetzliche-Krankenversicherung/1792439/1792439/1790973/.

In jeden Fall wird man als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse einige Kosten selbst tragen müssen, wenn man eine Kur von Arzt verschrieben bekommt. Diese Kosten sind aber je nach Krankenkasse überschaubar und man sollte die Kur nutzen, um seine Gesundheit zu fördern und seine Leistungsfähigkeit wiederzugewinnen.

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