Zur Aktenvernichtung gibt es eine DIN-Vorschrift 

Aktenvernichtung ist das Thema für den Traum vom papierlosen Büro. Denn mit der Aktenvernichtung können die allzu umfangreichen Daten vom Papier auf elektronische Datenträger gebracht werden. In der Praxis ist die Aktenvernichtung aber vor allem relevant, wenn Schriftwechsel oder sonstige Dokumente endgültig vernichtet werden sollen.

Unternehmen sollten die Aktenvernichtung genau beachten, denn wenn man einfach wichtige Dokumente in den Müll wirft, dann besteht doch die hohe Gefahr, dass Unbefugte auf den vernichteten Aktenbestand zugreifen können.
Aktenvernichtung ist auch für Privathaushalte sehr interessant, denn jeder kann bei einer stichprobenartigen Erfassung einfach weggeworfener Briefe oder Kontenauszüge sich schnell ein umfassendes Bild vom Privathaushalt oder dem Home-Office machen. Deshalb sollte jeder Aktenvernichtung auf die Agenda setzen, zumal heutzutage die Kosten für Geräte der Aktenvernichtung nicht mehr besonders hoch ausfallen. Wer an eine Neuanschaffung eines Geräts zur Aktenvernichtung denkt, der sollte auch die Möglichkeit der Vernichtung von elektronischen Datenträgern mitbedenken. Denn die Daten, die man heute noch als Backup auf elektronische Datenträger wie CD oder DVD brennt, wird man schon in ein paar Jahren wieder gerne und risikolos entsorgen wollen.
Aktenvernichtung gehört in Deutschland in den Bereich der Datensicherheit. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass es zum Thema Aktenvernichtung eine DIN-Vorschrift gibt: DIN 32757. Diese ist vor allem interessant, weil sie verschiedene Sicherheitsstufen definiert, die bei der Auswahl des Geräts zur Aktenvernichtung berücksichtigt werden können. Aktenvernichtung heißt, dass Papier in kleine Steifen geschnitten wird. Je schmaler die Streifen sind, desto aufwendiger ist das Wiederherstellen der Daten. Noch schwieriger wird das Rückgängigmachen der Aktenvernichtung, wenn man zusätzlich zum Zerschneiden noch einen Cross-Cut oder Kreuzschnitt vom Gerät der Aktenvernichtung vornehmen lässt.
Die DIN Vorschrift zur Aktenvernichtung definiert 5 Stufen. Für Geheimdienste gibt es noch eine sechste Stufe, bei der wie bei allen als geheim einzustufenden Materialen Cross-Cut verwandt werden muss. Für Privatleute und kleine Unternehmen reichen aber die untersten 3 Stufen aus; hier ist nur schon der einfache Streifenschnitt ausreichend. Auf Stufe 3, die man für personenbezogene und heikle Daten anwenden sollte, sollten die Steifen höchstens 2 mm nach der Aktenvernichtung zulassen. Dies ist eine gute Wahl zur langfristen Strategie der Aktenvernichtung.

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