Hausverlosungen in Deutschland

Hausverlosungen sind in Deutschland laut Glücksspielstaatsvertrages und Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zwar nicht erlaubt, es gibt jedoch Bemühungen seitens von Maklern und Juristen, diese zu legalisieren bzw. das Verbot insofern zu umgehen, als dass sie beispielsweise als Geschicklichkeitsspiel getarnt werden.

Dort, wo es erlaubt ist - also beispielsweise in Großbritannien, Spanien oder auch Österreich - funktionieren Hausverlosungen eigentlich nach einem sehr einfachen Prinzip: Der Verkäufer teilt den von ihm verlangten Kaufpreis in mehrere Lose zu einem einheitlichen Lospreis auf und beauftragt einen Makler, die Verlosung durch ein entsprechendes Internetportal durchzuführen. Die Portale ihrerseits verstehen sich als kostenlose Dienstleister, welche praktisch nur Informationen zu den jeweils anstehenden Verlosungen zur Verfügung stellen [www.immobilienverlosung.net; www.pressemeldungen.at/92586/mallorca-finca-verlosung/]. Die Verlosung selbst wird von professionellen Maklern als Veranstalter durchgeführt.

Die Käufer können ein oder mehrere Lose erwerben. Letztendlich entscheidet dann das Glück, wer neue/r Besitzer/in wird. Es kann jedoch auch vorkommen, dass nicht genügend Lose verkauft werden und die Verlosung damit nicht stattfindet. Die Käufer erhalten dann zwar ihren Wetteinsatz zurück, müssen unter Umständen jedoch Verwaltungskosten an die Veranstalter zahlen.

Hat man tatsächlich eine Immobilie gewonnen, können dennoch weitere, erhebliche Folgekosten anfallen - seien es Notarkosten zur Grundbucheintragung oder auch Gutachterhonorare, wenn man das Haus beispielsweise weiterverkaufen möchte.

Wichtig ist es jedoch vorher zu verifizieren, ob auf dem Haus eventuell noch Schulden lasten und ob die Eigentümerfrage eindeutig geklärt ist. Gerade, wenn man an Verlosungen von Häusern im Ausland teilnimmt, sollte man wissen, dass beispielsweise in Spanien Kaufverträge für Immobilien nicht notariell beurkundet sein müssen, um gültig zu sein.

In jedem Fall bieten Hausverlosungen für nicht mehr zahlungsfähige Eigentümer eine gute Alternative zu Zwangsversteigerungen. Zieht man nämlich die Kosten für die Makleragenturen ab, können alleine aufgrund der Neugierde potenzieller Käufer und auch wegen niedriger Loskosten (mitunter beginnen die Preise zwischen 19 und 99 Euro) darauf hoffen, durch den Verkauf vieler Lose zu einem fairen Preis zu bekommen.

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