Beitrags- und Leistungsunterschiede Krankenkassen im Leistungsvergleich

Seit Januar 2011 ist Gesundheit in Deutschland noch ein wenig teurer geworden. 15,5 Prozent beträgt der allgemeine Leistungssatz der Krankenkassen seitdem – vorher waren es „nur“ 14,9 Prozent. Aber was hat sich seitdem geändert? Wie schneiden die gängigsten Krankenkassen im Leistungsvergleich ab? Und wie genau wirkt sich die aktuelle Gesundheitsreform auf den Otto-Normalverbraucher aus?

Gesundheitsreform 2011: Das hat sich beim Beitrag geändert

In erster Linie bekommt der arbeitstätige Durchschnittsbürger die aktuelle Reform, die im Januar 2011 in Kraft trat, vor allem durch den erhöhten Beitragssatz zu spüren. Denn auch wenn 0,6 Prozent auf den ersten Blick wenig erscheinen mögen, sind sie das beim genauen Hinsehen nicht – auch wenn die monatlichen Kosten für die Krankenkasse in einem gewöhnlichen Angestelltenverhältnis nach wie vor zur Hälfte durch den Arbeitgeber gezahlt werden. Geht man beispielsweise von einem durchschnittlichen Monatslohn von 2000 Euro brutto aus, zahlt der Arbeitnehmer – im Vergleich zum vergangenen Jahr 2010 – rund sechs Euro mehr im Monat. Das sind etwa 72 Euro im ganzen Jahr und umso höher das Bruttoeinkommen ist, umso höher ist natürlich auch der Anstieg des Beitrages.

Zudem trat mit der Reform ein monatlich fälliger Zusatzbetrag in Kraft, der zurzeit jedoch noch am Jahresende von der Krankenkasse zurückerstattet wird. Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest verzichtet allerdings ein Drittel der momentan führenden Krankenkassen für das erste Halbjahr 2011 auf den Zusatzbetrag. Welche Krankenkassen das sind, lässt sich bei der Stiftung Warentest in Erfahrung bringen.

Krankenkassen im Vergleich – haben sich die Leistungen geändert?

Doch inwieweit haben sich die Leistungen der verschiedenen Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahr weiter verändert? Und wie kann man die einzelnen Leistungen der Krankenkassen am besten vergleichen? Grundsätzlich ist ein Vergleich hier nur sehr schwer und nur bedingt möglich. Bei den gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich die Leistungen nur sehr gering im Detail – etwa fünf Prozent der angebotenen Leistungen könnten Zusatzleistungen sein, die eventuell nicht durch das Standardpaket der Krankenkasse abgedeckt sind. Etwas anders sieht es aber bei den privaten Krankenversicherungen aus.

Hier muss man aber sehr genau und ausführlich vergleichen, um auch wirklich die richtige Police für die eigenen, individuellen Ansprüche und Vorstellungen zu finden. Wer sich hier Zeit und Mühe ersparen will, kann auf einen Versicherungsmakler oder aber auf ein bequemes Onlinevergleichsportal zurückgreifen. Diese nehmen einem als interessierter Versicherungsnehmer zwar nicht die ganze Arbeit ab, erleichtern einem die gezielte Suche nach der richtigen Krankenkasse – egal ob gesetzlich oder privat - jedoch ungemein.

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