Selbstständig machen mit Geld vom Arbeitsamt 

Wer arbeitslos wird, bekommt zunächst Arbeitslosengeld I und sollte schnellstmöglich von der Bundesagentur für Arbeit (auch immer noch als Arbeitsamt bekannt) in einen neuen Job vermittelt werden. Das ist aber in vielen Fällen nicht so einfach, z. B. wenn der Arbeitslose schon älter ist, ober über ein Handicap verfügt, was Arbeitgeber von der Einstellung abhält.

Deshalb wäre es für manchen Arbeitslosen mit Initiativgeist angebracht über eine Existenzgründung nachzudenken. Wer über eine marktgängige Fähigkeit verfügt, die er als Freiberufler oder Gewerbetreiber anbieten kann, sollte sich dies überlegen. Denn das Arbeitsamt unterstützt dies mit einer Vielfalt an Möglichkeiten.( siehe hierzu: Förderprogramme: Staatliche Hilfe bei der Existenzgründung

Zunächst sollte man die Grundidee seinem Arbeitsberater mitteilen und sich von diesem in ein Existenzgründer-Seminar einladen lassen. Diese Seminare gibt es in allen größeren Städten und sie sind für Kunden vom Arbeitsamt kostenlos. Hier kann man im Kreise von Kollegen, die einen ähnlichen Weg gehen wollen, seine Gründungsidee konkretisieren und prüften sowie die Schritte erarbeiten, die zur Existenzgründung notwendig sind.

Ist die Seminarleitung kompetent, dann sorgt sie auch dafür, dass während des Seminars bereits mit dem Schreiben des Businessplans begonnen werden kann. Denn ein Businessplan ist Voraussetzung der Finanzierung der Existenzgründung durchs Arbeitsamt. Dieser Plan wird erstellt und einer fachkundigen Stelle zur Beurteilung eingereicht. Wer hierfür in Frage kommt, erfährt man während des Seminars.

Möglicherweise hat auch der Anbieter Kontakte zu fachkundigen Stellen, die diese Dienstleistung kostenlos ausführen. Liegt eine positive Stellungnahme vor, dann kann man den Antrag auf Existenzgründung beim Arbeitsamt stellen. Dieser muss den Tag der Existenzgründung mindestens 3 Monate vor Ablauf der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds festlegen. Entscheidet das Arbeitsamt im Sinne des Antragsstellers, dann erhält dieser das bisherige Arbeitslosengeld für 9 Monate als Existenzgründungsbeihilfe weiter. Darüber hinaus werden noch 300 Euro pro Monat als Zuschuss zur Sozialversicherung gewährt.

Nun kann der Existenzgründer loslegen und ist in den ersten neun Monaten seiner Existenzgründung gut abgesichert. Er kann nochmals für weitere 6 Monate einen Zuschuss von 300 Euro pro Monat beantragen. Dann sollte die Existenzgründung erfolgreich sein und der Existenzgründer kann frohgemut auf die Arbeitslosigkeit und die abhängige Beschäftigungszeit zurückblicken. Leider sind nicht alle Existenzgründer erfolgreich.

Da aber der Existenzgründer die Möglichkeit hat, sich gegen Arbeitslosigkeit zu versichern, kann beim Scheitern seine Existenzgründung beenden und sich bei Arbeitsagentur wieder um eine Vermittlung bemühen.

Existenzgründer und Selbstständige sind von der Versicherungspflicht befreit und können in die private Krankenversicherung wechseln.

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