Sozialversicherung günstig über die Künstlersozialkasse 

Selbstständig tätige "Kreative", das sind Kunst-Maler oder sonstige bildende Künstler (einschließlich mancher Kunst-Handwerker) aber auch Journalisten und sonstige publizistisch Tätige, sowie die Musiker und die Schauspieler, aber auch Freelancer aus der Medien-, IT-, und Werbe-Branche. Alle diese können (bzw. müssen) sich über die Künstler-Sozialkasse absichern. Die Konditionen sind sehr attraktiv: So muss man genau wie ein Arbeitnehmer etwa nur die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge selbst bezahlen.

Das in 2007 überarbeitete Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) und die mit der Umsetzung des Gesetzes beauftragte Künstlersozialkasse (KSK) in Wilhelmshaven sorgen dafür, dass selbständige Publizisten und Künstler den ähnlichen Schutz einer gesetzlichen Sozialversicherung beanspruchen können wie nichtselbständig Beschäftige.

Die Künstlersozialkasse ist, anders als der Name vermuten lässt, keine eigenständige Versicherung sondern eine Clearingstelle zur Verbindung der Künstler und Publizisten mit den von ihnen frei gewählten Sozialversicherungen. So wählen die Mitglieder der KSK selbst, ob sie in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung sind und auch in welcher. Die KSK sorgt dann dafür, dass ca. die Hälfte der Beiträge von ihr übernommen wird. Damit ist die Versicherung über die KSK für den betroffenen Personenkreis unschlagbar kostengünstig.

Die KSK finanziert ihren Beitrag (der dem Arbeitgeber-Beitrag bei nichtselbständig Beschäftigten entspricht) über Sozialabgaben von Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten und einen Zuschuss des Bundes.

Der Monatsbeitrag wird von der KSK in Abhängigkeit vom Einkommen des Mitglieds bestimmt. Dieses sollte nach den Anfangsjahren der Tätigkeit regelmäßig (im Inland) über 3.900 Euro liegen. Die künstlerische oder publizistische Tätigkeit sollte also erwerbsmäßig ausgeübt werden und einen gewissen finanziellen Zufluss aufweisen.

Nicht Mitglied werden können die abhängig Beschäftigten, die schon durch die direkte Sozialversicherung über ihren Arbeitgeber abgesichert werden. Auch wer selbst Arbeitnehmer beschäftigt, kann im Regelfall nicht Mitglied werden.

Wer also bisher selbständig künstlerisch oder journalistisch tätig war und sich teuer privat oder in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert hat, sollte möglichst schnell zur KSK wechseln. Dies geht recht einfach. Man bekommt über http://www.kuenstlersozialkasse.de alle Informationen und Antragsunterlagen, die man sich einfach herunterlädt, ausdruckt, ausfüllt und an die KSK zurückschickt. Belege über seine publizistische oder künstlerische Tätigkeit und ihren finanziellen Erfolg reicht man mit ein. Dann bekommt man kurzfristig einen Bescheid von der KSK und kann sich an den gesparten Beiträgen und an der nun gesicherten Rentenversicherung und Pflegeversicherung erfreuen.

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