Änderungen bei der Voranmeldung der Umsatzsteuer für Unternehmen

Die Voranmeldung für die Umsatzsteuer war besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine lästige Pflicht, denn wenn die Umsätze nicht allzu kräftig sprudelten, dann war das ganze sehr zeitaufwändig und musste auch sehr schnell am Monatsanfang erledigt werden.

Daher nutzen auch viele Kleinunternehmen und Existenzgründer die Möglichkeit ganz auf die Umsatzsteuervoranmeldung zu verzichten. Dies war und ist machbar, wenn man im laufenden Jahr weniger als 17.000 Euro Umsatz erreichen wird und im Folgejahr voraussichtlich weniger als 50.000 Euro Umsatz haben wird. Allerdings sind die 17.000 Euro Grenze schnell überschritten und fürs Marketing ist es häufig nicht günstig, auf die Umsatzsteuer-Berechnung zu verzichten. Außerdem ist der damit wegfallende Vorsteuerabzug für viele Unternehmen mit hohem Materialeinsatz nicht zum empfehlen.

Nun hat der Gesetzgeber aber mit dem seit dem 1.1.2009 gültigen Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens (dem sogenannten Steuerbürokratieabbaugesetz) neue Grenzbeträge für die Umsatzsteuer-Voranmeldung eingeführt. Diese sind für viele kleine Unternehmen und Freiberufler von Vorteil, weil sie hier Zeit gewinnen und mit den Terminen etwas flexibler umgehen können.

Ganz kleine Unternehmen brauchen gar keine Voranmeldung mehr abzugeben. Wenn man im Vorjahr bis einschließlich 1.000 Euro Umsatzsteuer gezahlt hat, dann entfällt die Pflicht zur Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung für das laufende Jahr.

Unternehmen die diese Grenze überschreiben, aber im Vorjahr weniger als 7.500 Euro Umsatzsteuer gezahlt haben, brauchen die Voranmeldungen erst vierteljährlich abzugeben.

Unternehmen die im Vorjahr auch diese Grenze überschritten haben, müssen nach wie vor monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Das gilt auch für Unternehmens-Gründer im Jahr der Unternehmens-Gründung und im dann folgenden Jahr. Das ist natürlich für Unternehmens-Gründer sehr nachteilig. Allerdings haben diese genau wie die anderen Unternehmen die Möglichkeit, einen sogenannten "Antrag auf Dauerfristverlängerung" zu stellen. Damit können Sie die Voranmeldung vom 10. des laufenden Monats auf den 10. des folgenden Monats verschieben.

 

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen