Der Ausbildungsfreibetrag als Steuersparmöglichkeit 

Sorgen die Eltern bei auswärtiger Unterbringung für die Ausbildung eines Kindes, dann steht ihnen hierfür ein Ausbildungsfreibetrag zur Verfügung. Der Ausbildungsfreibetrag vermindert das Bruttoeinkommen und damit die Steuerpflicht.

Der Ausbildungsfreibetrag wird im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen bei der Einkommenssteuer bestimmt und findet seine Verankerung im § 33a (2) des Einkommensteuergesetzes.
An den Ausbildungsfreibetrag sind einige Bedingungen gekoppelt: Das Kind muss zur Berufsausbildung auswärtig untergebracht sein. Das Kind muss volljährig sein. Für das Kind muss ein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag während der Ausbildungszeit bestehen, es ist also in der Lohnsteuerkarte der Eltern eingetragen.
Der Ausbildungsfreibetrag beträgt 924 Euro je Kalenderjahr und Kind wird aber um die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes vermindert, wenn diese 1.848 Euro pro Kalenderjahr übersteigen. Zu diesen eigenen Einkünften und Bezügen des Kindes, die den Ausbildungsfreibetrag vermindern, gehören das steuerpflichtige Einkommen des Kindes und eine Ausbildungsbeihilfe aus öffentlichen Mitteln, wie beispielsweise Bafög. Auch Stipendien, die mit öffentlichen Mitteln erbracht werden, vermindern den Ausbildungsfreibetrag entsprechend. Die Darlehnsanteile, die in diesen Fördermitteln enthalten sein können, werden bei der Anrechnung auf den Ausbildungsfreibetrag nicht berücksichtigt.
Werden die Eltern gemeinsam zur Einkommenssteuer veranlagt, dann wird der Ausbildungsfreibetrag vom gemeinsamen Einkommen abgezogen. Werden die Eltern getrennt veranlagt, dann kann jeder die Hälfte des Ausbildungsfreibetrages beanspruchen.

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen