Behindertenpauschbetrag 

Der Behindertenpauschbetrag (manchmal auch als Behinderten-Pauschbetrag bezeichnet) ist eine pauschale Regelung für Behinderte, wenn ihre behindertenspezifischen Mehrausgaben als außergewöhnliche Belastungen einzuschätzen sind, diese aber nicht als Einzelposten in der Einkommenssteuererklärung aufgeführt werden sollen oder können.

Grundsätzlich ist daher der Behindertenpauschbetrag eine Vereinfachung zur Deklaration der außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 Einkommenssteuergesetz, ohne die hiermit oft verbundene lästige Einzelauflistung in der Einkommenssteuererklärung. Voraussetzung zur Anwendung vom Behindertenpauschbetrag ist daher, dass eine Behinderung vorliegt und dass das Jahreseinkommen zu messbaren steuerlichen Belastungen führt.
Der Behindertenpauschbetrag steht also im engen Zusammenhang mit den außergewöhnlichen Belastungen (§ 33 Einkommenssteuergesetz) und wird daher im § 33b desselben Gesetzes im Detail geregelt: Pauschbeträge für behinderte Menschen, Hinterbliebene und Pflegepersonen. Die Höhe des Behindertenpauschbetrags hängt von dem Grad der Behinderung ab, die sich zwischen 25% und 100% bewegen kann. Deshalb erhöht sich der Behindertenpauschbetrag von 310 Euro bis zu 1.420 Euro. Die genauen Details zum Behindertenpauschbetrag sind im Gesetz nachlesbar und wurden auch schon lange Zeit nicht mehr angepasst, weil man ja statt des Behindertenpauschbetrages auch die Einzelaufwendungen als außergewöhnliche Belastungen geltend machen kann. Für Behinderte, die hilfslos sind, bzw. für Blinde erhöht sich der Behindertenpauschbetrag auf gegenwärtig 3.700 Euro.
Der tatsächlich Nachweis einer Behinderung bzw. des Grades der Behinderung und damit die zentrale Voraussetzung für die Gewährung beim Behindertenpauschbetrag ergeben sich aus dem Behindertenausweis bzw. aus dem entsprechenden Bescheid des Versorgungsamts. Eine Übertragungsmöglichkeit beim Behindertenpauschbetrag von Kindern auf Eltern ist vorhanden.

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