Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz als Steuerreform 

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz soll bereits Anfang 2010 in Kraft treten und versteht sich in gewisser Weise auch als ein Beitrag zu einer grundlegenden Steuerreform für die Zukunft.

Dabei sollen vor allem Familien entlastet werden. So sieht der Gesetzesentwurf vor, dass der die derzeit bei 6024 Euro liegenden Steuerfreibeträge für jedes Kind auf 7008 Euro erhöht werden.

Weiterhin zielt das Wachstumsbeschleunigungsgesetz darauf, Erben in gewisser Weise zu entlasten. Es ist vorgesehen, dass auch Nichten und Neffen bzw. Geschwister nur noch Erbschaftssteuern von fünfzehn bis dreiundvierzig Prozent zahlen müssen. Die tatsächliche Höhe der Steuern richtet sich jedoch weiterhin nach der Höhe bzw. Wertes des Erbes. In diesem Zuge sollen auch Erben von Unternehmen in dem Sinne entlastet werden, als dass sie nur für die auf die Erbschaft folgenden fünf Jahre den Erhalt von Arbeitsplätzen und über diesen Zeitraum 400 Prozent der vor der Erbschaft gezahlten Lohnsumme garantieren müssen. Eine Befreiung von der Erbschaftssteuer ist dann möglich, wenn das Unternehmen sieben Jahre fortgeführt und eine zusammengezählte Lohnsumme von 700 Prozent gewährleistet wird. Erbt man einen kleinen Betrieb, gilt die Regelung seitens der Lohnsumme nicht.

Schließlich sieht Wachstumsbeschleunigungsgesetz noch vor, dass der für Kosten der Übernachtung geltende Umsatzsteuersatz von neunzehn Prozent auf den reduzierten Satz von sieben Prozent sinkt. Davon betroffen sind jedoch nicht die gastronomischen Angebote der Hotels, Pensionen und anderer Unterkünfte.

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