Der Alleinerziehendenentlastungsbetrag 

Wer Alleinerziehender eines oder mehrerer Kinder ist, hat möglicherweise nicht nur einen hohen zeitlichen Aufwand für diese Kinder zu bewältigen, sondern auch mit höheren Kosten zu rechnen. Deshalb hat der Gesetzgeber einen Alleinerziehendenentlastungsbetrag festgelegt, der zusätzlich zu sonstigen Steuervergünstigungen vom Alleinerziehenden beansprucht werden kann.

Der Alleinerziehendenentlastungsbetrag liegt gegenwärtig bei etwas über 1300 Euro pro Jahr und Alleinerziehender und vermindert das steuerpflichtige Jahreseinkommen entsprechend.
Grundlage des Alleinerziehendenentlastungsbetrag ist der § 24b des Einkommensteuergesetzes: Der Alleinerziehendenentlastungsbetrag von 1308 Euro pro Kalenderjahr wird ist nur von Steuerzahlern beanspruchbar, in deren Haushalt mindestens ein Kind wohnt, für das sie einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld beanspruchen können. Um die Zugehörigkeit zum Haushalt zu sichern, sollte das Kind beim Haushalt gemeldet sein. Das Einkommenssteuerrecht zum Alleinerziehendenentlastungsbetrag legt weiter fest, dass die Voraussetzung des Ehegattensplittings nicht anwendbar sein darf.
Den Alleinerziehendenentlastungsbetrag kann also niemand beanspruchen, der noch verheiratet ist und der gemeinsam mit dem Ehepartner zur Einkommenssteuer veranlagt wird. Das macht auch Sinn, denn der Vorteil des Ehegattensplittings wird in vielen Fällen den Vorteil vom Alleinerziehendenentlastungsbetrag überschreiten.
Sind die Bedingungen für den Alleinerziehendenentlastungsbetrag nicht das ganze Jahr gegeben, dann wird der Betrag anteilig auf die Monate gekürzt, in dem Alleinerziehung vorliegt.

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