Der Fahrtkostenzuschuss birgt Risiken für Arbeitgeber und -nehmer

Nicht wenige Arbeitgeber zahlen ihren Arbeitnehmern einen pauschalen Zuschuss zu den anfallenden Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Dafür mussten die Unternehmen vor dem 01.01.2007 einen Pauschalsteuersatz von 15% bezahlen, während der Zuschuss für die Arbeitnehmer zumindest nicht als Arbeitslohn versteuert werden mussten.

Seither jedoch und in Verbindung mit dem Wegfall bzw. Revision der so genannten Pendlerpauschale oder auch Entfernungspauschale können die Arbeitgeber diese Pauschalversteuerung ihrer Zuschüsse nur noch dann vornehmen, wenn die Entfernung für den Arbeitnehmer mindestens 21 Kilometer beträgt. Ebenso muss der Arbeitnehmer auf den Fahrtkostenzuschuss Einkommenssteuer, Sozialversicherungs- und Krankenkassenbeiträge entrichten. Nicht selten führt dies dazu, dass das steuerpflichtige Einkommen durch den Zuschuss eine weitere Grenze im Sinne von Einkommenssteuergrenzen überschreitet, dadurch mehr Abgaben geleistet werden müssen und letztendlich weniger Nettolohn übrig bleibt. Somit kann der Arbeitnehmer nicht mehr in dem Maße vom Fahrtkostenzuschuss profitieren, wie er es vor dem 1. Januar 2007 konnte. Viel schwerwiegender stellt sich der Wegfall der pauschalen Versteuerung der Fahrtkostenzuschüsse seitens der Arbeitgeber jedoch für Angestellte auf 400-Euro-Basis dar. Sobald deren Einkommen durch den Zuschuss nämlich über 400 Euro steigt, sind sie plötzlich verpflichtet, Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Insofern stellen sich nicht wenige Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Frage, wie man diesen Nachteil umgehen kann. Ein Verzicht auf den Zuschuss und ein Ausgleich in Form von Freizeit oder einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sind hierbei nur einige Vorschläge.

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