Der Steuer- und Lohnsteuer-Freibetrag muss beantragt werden

Steuer- und Lohnsteuerfreibeträge werden in der Regel auf der Lohnsteuerkarte vermerkt. Sie führen dazu, dass das eigentliche Bruttoeinkommen um diese Freibeträge gesenkt wird und dadurch weniger Steuern gezahlt werden müssen. Dies wiederum bedeutet, dass am Ende ein höherer Nettolohn bleibt. Im Prinzip bleibt dem Steuerzahler also jenes Geld, welches er/sie eventuell zu viel gezahlt und am Jahresende vom Finanzamt mittels Lohnsteuerjahresausgleich zurückfordern müsste.

Die Eintragung der Freibeträge muss über ein recht aufwändiges Antragsformular an das Finanzamt geschickt werden. Dieser Antrag auf Lohnsteuerermäßigung wird ausgefüllt und zusammen mit der Lohnsteuerkarte dem Finanzamt zugesandt, welches seinerseits dann entsprechende Freibeträge vermerkt bzw. für das kommende Jahr schätzt. Zu den Freibeträgen zählen neben Fahrtkosten zum Arbeitsplatz auch weitere Werbungskosten und Sonderausgaben, wie auch außergewöhnliche Belastungen. Da seien Unterhaltszahlungen, Spenden, Arbeitsmittel oder auch Kinderbetreuungskosten genannt. Die Finanzämter räumen allen Arbeitnehmern einen Pauschalbetrag von 1000 Euro pro Jahr ein. Nur, wenn die tatsächlichen Kosten mindestens 600 Euro über diesem bereits eingeräumten Freibetrag liegen, lohnt sich ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung. Bleiben die Kosten jedes Jahr gleich, muss nur ein vereinfachtes Formular eingereicht werden. Gravierende Veränderungen hingegen müssen dem Finanzamt mit einem ausführlicheren Formularsatz angezeigt werden. Kinderfreibeträge hingegen kann man sich direkt beim Meldeamt auf der Lohnsteuerkarte vermerkt lassen.

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