Die Entfernungspauschale gilt erst ab dem 21. Kilometer 

Die Entfernungspauschale, auch unter dem Namen Pendlerpauschale bekannt, regelt im deutschen Steuerrecht die Abgeltung von Kosten, die Arbeitnehmern auf ihren regelmäßigen Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort entstehen. Dabei können pauschal 0,30 Euro pro Kilometer angesetzt werden, egal mit welchem Transportmittel die Arbeitsstätte erreicht wird. Die dadurch errechneten und entstandenen Kosten reduzieren das zu versteuernde Einkommen.
War es bis 2007 noch möglich, praktisch alle Entfernungskilometer mit der Entfernungspauschale geltend zu machen, gilt seit 01.01.2007, dass nur Entfernungen von Wohnort und Arbeitsstätte erstattungswürdig sind, die mindestens 21 Kilometer betragen. In jedem Fall wird immer nur die einfache Strecke und ein Höchstbetrag von 4500 Euro im Jahr berücksichtigt. Strittig ist und war die Entfernungspauschale seit jeher. Im Sinne des Werkstorprinzips streiten Gesetzgeber und Arbeitnehmer immer wieder darüber, ob Arbeit und die Aufwendungen dafür tatsächlich erst am ‘Werkstor' oder bereits bei der Abfahrt vom Wohnort beginnen. Die Reduzierung der Pendlerpauschale auf den 21. Entfernungskilometer hat bereits jetzt gerichtliche Auseinandersetzungen auf höchster Instanz zur Folge. Verbraucherverbände rate auch jenen, die weniger als 21 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, trotzdem genauestens Buch zu führen und bei Ablehnung durch das Finanzamt Beschwerde einzulegen bzw. Auf den Vermerk ‘vorübergehend' zu bestehen. Sollte das vielleicht noch in 2008 zu erwartende Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes zugunsten der Steuerzahler ausfallen, können diese auch rückwirkend steuermindernde ausgaben im Sinne der Entfernungspauschale geltend machen.
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