Die Rentensteuer laut Alterseinkünftegesetz (AltEinKG)  

Seit dem Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes (AltEinKG) zum 01.Januar 2005 unterliegen auch Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wie aber auch andere Leistungen der Altersbasisversorgung einer so genannten nachgelagerten Besteuerung.

Diese sieht vor, dass einerseits die Beiträge zu staatlich geförderten Renten (also Rürup- und Riesterrenten, Betriebsrenten, Direktzusagen und Pensionskassen) während der Zeit der Einzahlung als Sonderausgaben verstärkt von der Steuer absetzbar sind, ab 2025 den Höchstbeträgen folgend sogar zu 100 Prozent.

Andererseits werden jedoch bei Rentenantritt nicht mehr nur die Ertragsteile, sondern vielmehr alle Bezüge steuerpflichtig sein. Dabei greift bis zum Jahr 2040 eine entsprechende Progression. Diese sieht vor, dass ab 2005 fünfzig Prozent der Rente versteuert werden muss. Dies gilt für all jene, deren Rentenbeginn vor oder in 2005 war. Mit jedem weiteren Jahr steigt der Prozentsatz um zwei weitere Punkte, ab 2021 dann nur noch in 1-Prozentpunkt-Schritt, um im Jahr 2040 die volle Besteuerung erreicht zu haben.
Zu beachten ist dabei jedoch, dass man als Bezieher von Renten nur einmal, also zu Beginn des Bezuges, in die entsprechende Kategorie eingestuft wird. Steigt man also bei beispielsweise fünfundfünfzig Prozent ein, wird man auch die restliche Zeit des Rentenbezuges in dieser Steuerstufe bleiben.

Die Idee der nachgelagerten Besteuerung will der Tatsache Rechnung tragen, dass man in Erwerbszeiten mehr Möglichkeiten der Sonderausgabenabschreibung hat und damit wenig Steuern zahlen muss, um entsprechendes Vermögen (aber auch Immobilien oder andere Güter) aufbauen zu können. Da der persönliche Steuersatz in der Rente niedriger als im Erwerbsleben ist, fällt die nachgelagerte Besteuerung demnach in Zeiten des Rentenbezuges nicht so hoch aus wie während des Erwerbslebens.

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