Die Steuerberater-Gebührenverordnung (StbGebV)  regelt die Kosten

Die Steuerberater-Gebührenverordnung (StbGebV) regelt im Detail, welche Gebühren Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften für bestimmte in dieser Verordnung aufgeführten Leistungen verlangen dürfen. Dabei wird die Berechnung der Gebühren ebenso aufgelistet, wie auch die einzelnen Leistungen nach bestimmten Kriterien aufgeschlüsselt sind.

So dürfen für allgemeine Auskünfte und Ratschläge nur bestimmte (Grund)Gebühren erhoben werden, während Ermittlungen von Betriebsüberschüssen oder auch die Prüfung von Steuerbescheiden wieder anderen Gebührenberechnungsmodellen unterliegen. Auch Hilfestellungen bei Buchführungsfragen oder bezüglich des Revisionswesens sind in der Steuerberater-Gebührenverordnung geregelt.
Neben Wert- und Rahmengebühren sieht die StbGebV auch Zeitgebühren vor. Die Wertgebühren berechnen die Leistung des Steuerberaters anhand des zugrunde liegenden Wertes (also Steuerzahlungen, Gewinnermittlung, etc.), während die Rahmengebühren die gesamten, notwendigen Gebühren eines Mandates abdecken, von Auftragnahme bis hin zur Erledigung. Eventuelle Auslagen wie Telekommunikationskosten etwa sind darin schon enthalten. Zeitgebühren (sie liegen zwischen ca. 20 und 50 Euro pro angefangener halben Stunde) wiederum kann der Steuerberater anwenden, wenn entweder der Gegenstandswert nicht geschätzt werden kann oder sich der Rahmen der übernommenen Tätigkeiten noch nicht abschätzen lässt. Gerade dann kann die Zeitgebühr eine Erleichterung und vor allem auch Transparenz der Abrechnung bewirken. Weiterhin können Mandaten und Steuerberater auch Pauschalgebühren vereinbaren, dies jedoch nur, wenn Fälle wie jährlich einzureichende Steuererklärungen oder Vermögensaufstellungen anliegen. Dabei muss diese Pauschalgebühr jedoch den Leistungen des Steuerberaters angemessen sein, da sie lediglich der Vereinfachung bezüglich Abrechnungen gilt.

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