Die Vielfalt der Steuergesetze 

Steuergesetze dienen prinzipiell dazu, dass der Staat rechtliche Grundlagen hat, durch welche er bemächtigt wird entsprechende Abgaben von den Steuerpflichtigen zu erheben.

Die Einteilung des deutschen Steuerrechtes in Bundesgesetze, Landesgesetze und Kommunalsatzung und auch die Unterscheidung zwischen formellen (beispielsweise die Abgabenordnung als Regelung bezüglich der Steuererhebungskompetenz von einerseits Bund und andererseits Ländern) und materiellen Steuergesetzen (also Einzelsteuergesetze mit Regelungen zum Steuersubjekt- und Objekt, Bemessungsgrundlage und Steuertarif) lässt die Vielfalt und damit auch Unübersichtlichkeit für die einzelnen Bürger erahnen.

Dennoch sollten Steuerzahler immer einen Überblick über die für sie wichtigsten Steuergesetze haben. Dazu zählt ohne Zweifel das Einkommensteuergesetz (EStG) als grundlegende Definition für die Steuerpflicht, wie es aber auch andere wichtige Regelungen (Veranlagung, Tarif, Steuerermäßigungen- und Abzüge, Besteuerung beschränkt Steuerpflichtiger, Altersvorsorgezulage, etc.) enthält.

Weitere wichtige und für den Alltag unverzichtbare Steuergesetze sind das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG), das Umsatzsteuergesetz (UStG) [Wer zahlt wann und wie viel Umsatzsteuer auf welche Produkte und/oder Dienstleistungen?] oder auch das Grundsteuergesetz (GrStG), wenn es um die Besteuerung von Wohneigentum, Grundstücken, etc. geht.

Auch in Bezug auf Erbschaften und Schenkungen finden Steuergesetze- speziell das Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG)-Anwendung. Die Anhebung der Freibeträge bei Schenkungen oder aber auch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit Erleichterungen/Befreiungen im Sinne der Erbschaftssteuer für Unternehmen, sind aktuelle Beispiele dafür, dass Steuergesetze mitunter auch den Bedürfnissen der Wirtschaft abgepasst werden.

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