Die Zweitwohnsitzsteuer oder Zweitwohnungsteuer

Die Zweitwohnsitzsteuer ist auch als Zweitwohnungsteuer bekannt und trägt als kommunale Aufwandsteuer nicht unerheblich zum Steueraufkommen zahlreicher Gemeinden und Städte bei. Besteuert wird die neben dem Hauptwohnsitz als Zweitwohnsitz angegebene Wohnung, ungeachtet ob die Zweitwohnung gemietet oder als Wohneigentum selbst bewohnt wird.

Weiterhin ist es für die Besteuerung auch unerheblich, ob Haupt- und Nebenwohnsitz sich in ein und derselben Gemeinde befinden.

Die Grundlage der Steuerberechnung bildet hierbei die jeweilige jährliche Kaltmiete bzw. ortsübliche Vergleichsmieten, wobei der jeweilige Mietspiegel als Basis genommen wird.

Die Höhe der jeweiligen Zweitwohnsitzsteuer ist nicht einheitlich geregelt und sieht Unterschiede in den entsprechenden Kommunen, Städten, etc. vor. Grob umrissen kann der Steuersatz zwischen 5% und 10% liegen.

Die Begründung für die Erhebung einer Zweitwohnsteuer liegt darin, dass die Gemeinden liegt im Verteilungsschlüssel der Steuererträge durch den Bund an die Kommunen. Dabei finden nur Personen mit Hauptwohnsitz Berücksichtigung. Als 'Ersatz' für die durch Personen mit Zweitwohnsitz auftretenden, sporadischen Mehrausgaben bezüglich kommunaler Strukturen, Angebote, Einrichtungen, etc., dient insofern die Zweitwohnsitzsteuer. Dabei sei jedoch erwähnt, dass vor allem Pendler, Studierenden und Auszubildende, die in der Regel nur unter der Woche ihre Zweitwohnung für Arbeits- und Ausbildungszwecke benutzen, durch Zweitwohnsitzsteuer und Pendelkosten doppelt belastet werden. Auch Ferienwohnungsbesitzer sind in dem Sinne doppelt betroffen, da sie neben der Zweitwohnsitzsteuer auch die Instandhaltungskosten für ihre (meist nur in den Ferien genutzte) Zweitwohnung aufwenden müssen.

Befreiungen von der Zweitwohnsitzsteuer können unter Umständen geltend gemacht werden für Wohnungen, die von öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern beispielsweise für Betreutes Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Auch Wohnungen oder Wohneinheiten in Altenwohn- und Pflegeheimen oder auch von Straftätern, die in Justizvollzugsanstalten Haftstrafen absitzen, wie schließlich Gemeinschaftsunterkünfte, die von Soldaten, Zivildienstleistenden oder Polizeivollzugsbeamten bewohnt werden, sind in der Regel nicht mit einer Zweitwohnsitzsteuer versehen.

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen