Freibetrag für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft sind Einkommen, das einer Person zufließen, die Umsätze durch landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Betätigung generiert. Das deutsche Steuerrecht unterscheidet bei Einkommen unterschiedliche Einkunftsquellen und eine dieser Einkunftsquellen sind die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft.

Für diese Einkunftsquelle ist im § 13 Abs. 3 EStG (Einkommensteuergesetz) ein Freibetrag festgelegt, der in vielen Fällen -insbesondere dann, wenn die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft nur für einen Klein- oder Nebenbetrieb erlangt werden- dazu führen kann, dass für diese Einkommensquelle keine Einkommenssteuer zu zahlen ist.

Bestimmt man die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft genauer, dann kann man Landwirtschaft vor allem unter die Begriffe Getreideproduktion und Viehzucht/Fleischproduktion fassen. Demgegenüber ist Forstwirtschaft überwiegend auf die Einkommensgewinnung durch Waldanbau und Waldnutzung gekennzeichnet. Gelegentlich findet man noch Betriebe, die unterschiedliche Varianten von Getreideproduktion, Viehzucht, Fleischproduktion und Holzgewinnung verbinden, doch es dominiert inzwischen eine Spezialisierung. Für den Bezieher von Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft kommt es bei der Einkommenssteuererklärung darauf an, die Umsätze und Kosten der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft getrennt von den sonstigen Einkommensquellen zu erfassen und zu dokumentieren.

Ergibt sich bei den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft ein Überschuss, dann ist für diesen nur Einkommenssteuer zu zahlen, wenn diese den Betrag von 670 Euro übersteigen. Dieser Freibetrag für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ist aber nur anzuwenden, wenn die Summe der Einkünfte 30.700 Euro nicht übersteigt. Wie auch in anderen Fällen werden bedingt durch das Ehegattensplitting bei gemeinsam veranlagten Eheleuten der Freibetrag bzw. die Obergrenze verdoppelt. Für gemeinsam veranlagte Eheleute gilt also ein Freibetrag von 1.340 Euro, wenn die Summe der Einkünfte 61.400 Euro nicht übersteigt.

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