Den Freibetrag bei der Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen 

Werden ein Unternehmen oder Unternehmensteile veräußert, dann ist der Gewinn hiervon der Einkommenssteuer zu unterziehen. Es gibt aber im § 16 Einkommenssteuergesetz (4) eine Freibetrags-Regelung, die in wenigen Fällen eine teilweise Freistellung von der Gewinnversteuerung nach der Veräußerung von Unternehmen oder Unternehmensteilen erlaubt.

Dieser Freibetrag kann bis zu 45.000 betragen. Als Freibetrag im Sinne einer Kürzung des Gewinns, der in die Steuererhebung nach dem Verkauf eines Unternehmen oder eines Unternehmensteils einfließt, wird er aber nur berücksichtigt, wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr bereits vollendet hat oder wenn er dauernd berufsunfähig geworden ist. Der Freibetrag bei der Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen ist also faktisch nur für solche Personen relevant, die auf Grund des Alters oder aus gesundheitlichen Gründen ihre selbständige Tätigkeit einschränken oder aufgeben.
Der Freibetrag, auf den man als Steuerzahler nach dem Verkauf eines eigenen Unternehmens oder von Teilen des eigenen Unternehmens zurückgreifen will, darf auch je Steuerzahler nur ein Mal beansprucht werden. Liegt der Veräußerungsgewinn über 136.000 Euro so vermindert der darüber hinausgehende Betrag den Freibetrag bei der Veräußerung. Faktisch bedeutet dies, dass der Freibetrag dann abgeschmolzen ist, wenn der Veräußerungsgewinn über 181.000 Euro beträgt.
Zur Anwendung des Freibetrages bei der Veräußerung von Unternehmen oder Unternehmensteilen ist ein Antrag gegenüber dem Finanzamt zu stellen.

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