Kilometergeld pauschal abrechnen ist oft bequemer 

Als Kilometergeld bezeichnet man einen Pauschalbetrag, welchen Arbeitnehmer erhalten bzw. einfordern können, sobald sie Dienstfahrten mit dem eigenen PKW antreten. Dabei deckt dieser Betrag nicht nur den tatsächlich verfahrenen Sprit, sondern gilt gleichzeitig als Abgeltung für eintretenden Wertverlust, Ölverbrauch, Wartung und Reparaturen Zusatzausrüstungen wie beispielsweise Winterreifen, Navigationsgeräte, Kfz-Steuern- und eventuelle aus- oder inländische (Maut)Gebühren, Kosten für die Mitgliedschaft in Automobilclubs.

Weiterhin deckt das Kilometergeld auch Kosten bezüglich Leasingraten, Parkgebühren und letztendlich auch die Aufwendungen für Versicherungen rund um das Fahrzeug. Das amtliche Kilometergeld beträgt derzeit bei PKW 30 Cent pro Kilometer. Aber auch für Motorräder und gar für Fußgänger kann Kilometergeld gezahlt werden, wobei die Sätze dort entsprechend niedriger sind. Entscheidet man sich als Arbeitnehmer für den amtlichen Kilometergeldsatz, so kann man eventuelle höhere Kosten nicht geltend machen. Dies geht nur, wenn ein Fahrtenbuch geführt und dadurch jeder Kilometer nachgewiesen und dokumentiert wird. Die pauschale Abgeltung ist insofern bequemer und weniger aufwändig, was die Dokumentation angeht. Damit diese Beträge steuerfrei bleiben, muss der Arbeitnehmer in jedem Fall beweisen können, dass es sich bei allen Fahrten um Dienstreisen handelt. Weiterhin muss ein Fahrtenbuch geführt werden, um jeden gefahrenen Kilometer nachweisen zu können und der Betrieb des privaten Fahrzeuges muss vom Arbeitnehmer gewährleistet und getragen werden (Reparaturen, TÜV, etc.).

Ohne Einzelnachweis der Gesamtkosten können die Fahrtkosten pauschal höchstens angesetzt werden mit einem Kilometersatz je gefahrenem Kilometer

  • von 0,30 Euro bei einem Kraftwagen, erhöht um 0,02 Euro für die Mitnahme jeder weiteren Person
  • von 0,13 Euro bei einem Motorrad oder Motorroller, erhöht um 0,01 Euro bei Mitnahme einer Person
  • von 0,08 Euro bei einem Moped oder Mofa
  • von 0,05 Euro bei einem Fahrrad.

 

Diese Festlegungen ergeben sich aus dem Lohnsteuerrichtlinien des Bundesfinanzministeriums.

Weitere Infos bei der IHK Nürnberg

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