Mit denkmalgeschützten Immobilien Steuern sparen 

Denkmalgeschütze Immobilien waren bisher nicht jedermanns Sache. Denn man stellte sich vor, dass man es mit schwierigen Beamten bei den Denkmalschutz-Behörden zu tun bekommt und dass diese dann kleinlich jedes Detail festlegen, wenn man grundlegend sanieren will.

Aus eigener Erfahrung kann ich dies keinesfalls bestätigen. Die Damen und Herren sind sehr freundlich und haben Verständnis für den Hausbesitzer, wenn dieser konsequent eine Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes voran bringen will. Bestimmte Rahmenbedingen muss man dann aber auch einhalten. So sollte man in einem Jugendstilbau keine Kunststofffenster verwenden und stets das Gesamtbild der Immobilie passend zum Umfeld im Auge behalten.

Freundlich sind nicht nur die Mitarbeiter der Denkmalschutz-Behörden sondern auch das Finanzamt, denn nach wie vor privilegiert dieses die Vermieter und Immobilien-Besitzer von denkmalgeschützten Immobilien. Denn die Abschreibung für Baudenkmäler nach §§ 7i und 7h des Einkommenssteuergesetzes gibt hier steuerlich viel her. Diese Regelungen sehen vor, dass man Instandhaltungskosten für denkmalgeschützte Immobilien (auch wenn sie ein Vielfaches vom Anschaffungswert ausmachen) steuerlich geltend machen kann.

Hier lohnt es sich auch, eine heruntergekommene Immobilie in guter Lage zu kaufen und aufwendig instand zu setzen. Denn die gesamten Sanierungskosten können verteilt über 12 Jahre als Werbungskosten oder Sonderausgaben bei der Einkommensteuerklärung geltend gemacht werden. Kosten für vermietete Objekte können zu 100 % als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung eingereicht werden. Bei eigengenutzten Wohnungen oder Häusern sind es immer noch 90%, die als Sonderausgaben eingesetzt werden können. Bei einem Grenz-Steuersatz von 33 % übernimmt also der Staat faktisch ein Drittel der Kosten.

Natürlich sollte man sich für eine gute Immobilie entscheiden, denn allein der Steuereffekt bringt auf die Dauer wenig Spaß, wenn man keine Mieter findet bzw. nicht selbst dort gerne wohnen möchte. In den zentralen Lagen der großen Städte in Deutschland finden sich aber noch viele renovierungsbedürftige Häuser, die langfristig für die Vermietung interessant sind. Falls man dann nach 10 Jahren das Haus verkaufen kann, dann bleibt ein möglicher Spekulationsgewinn (wie bei anderen Immobilien) auch steuerfrei.

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