Steuerbemessungsgrundlage: Basis jeder Steuerberechnung 

Die Steuerbemessungsgrundlage ist ein allgemeiner Begriff, der für jede Art von Steuern relevant ist. Mit der Steuerbemessungsgrundlage wird der Betrag bestimmt, der für die jeweilige Steuer als Berechnungsgrundlage zu verwenden ist. Die Steuerbemessungsgrundlage kann sogar eine physikalisch-technische Größe wie bei der Kfz-Steuer sein.

Hier geht es um Hubraum und Schadstoffemissionen des jeweiligen Fahrzeugs, wenn es um die Bestimmung der Steuerbemessungsgrundlage geht.
Meist ist die Steuerbemessungsgrundlage aber eine monetäre Größe, wie bei der Einkommenssteuer, die auf Basis des über dem Existenzminimum liegenden Einkommens berechnet wird. Relevant ist die Steuerbemessungsgrundlage auch bei Einkommen von Ehegatten, denn hier wird das über dem Existenzminimum liegende Einkommen des Ehepaares noch halbiert, um die Steuerbemessungsgrundlage für das zu versteuernde Einkommen zu finden. Wegen dieser Halbierung als Steuerbemessungsgrundlage wird nach der Steuerberechnung der Steuerbetrag dann verdoppelt.
Damit wird klar, dass die Steuerbemessungsgrundlage für alle Steuern eine zentrale Bedeutung hat. Zunächst ist die Steuerbemessungsgrundlage zu bestimmen, bevor darauf aufbauend die Steuerschuld berechenbar wird. Besonders kompliziert ist die Berechnung der Steuerbemessungsgrundlage bei der Einkommensteuer, denn die Steuerbemessungsgrundlage des Einkommens kann durch eine Vielzahl von Einzelkomponenten gemindert werden. Im deutschen Steuerrecht sind es die Werbungskosten, die Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen, die das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerbemessungsgrundlage vermindern können. Bei den Werbungskosten (Kosten die zur Aufrechterhaltung der Einkommensgrundlage notwendig zu verwenden sind) können teilweise Pauschalen angesetzt werden. Deshalb ist es in vielen Fällen so, dass die Steuerbemessungsgrundlage beim Einkommen so niedrig wird, das das Einkommen einer Einzelperson (oder das hälftige Einkommen eines Ehepaares) die Steuerbemessungsgrundlage unter das Existenzminimum führt. Damit sorgt dann die durch das Existenzminimum negative werdende Steuerbemessungsgrundlage dafür, dass überhaupt keine Einkommenssteuer im laufenden Jahr fällig wird.

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