Steuerliche Erleichterungen bei einer doppelten Haushaltsführung

Die Welt dreht sich immer schneller und die Menschen müssen sich dem anpassen, wenn Sie eine erfolgreiche Berufskarriere zum Ziel haben. Doch nicht nur hier ist Ihre Flexibilität gefragt, auch bei der Wahl der Arbeitsstelle müssen immer mehr Menschen weite Distanzen bewältigen. Dabei den gesamten Hausstand zu verlegen, ist nicht immer sinnvoll oder möglich.

Als klassisches Beispiel sei hier die eigene Immobilie erwähnt oder die feste Verankerung Ihrer Familie am bisherigen Wohnort. Arbeitsplätze, die viele hundert Kilometer vom Wohnsitz entfernt sein können, sind also keine Seltenheit in der heutigen Zeit. Daher kann es notwendig werden, eine Zweitwohnung zu nehmen - entweder, weil Sie so schneller am Arbeitsplatz sind oder Sie erhebliche Kosten einsparen können. Das weiß auch das Finanzamt und bietet daher zahlreiche Möglichkeiten, über die Beantragung zur doppelten Haushaltsführung die zusätzlichen Kosten zu reduzieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf dem Blog von die-gehaltsabrechnung.de

Es stehen weitere Verbesserung beim Beantragen der Zweitwohnung an

Die Einsparungsmöglichkeiten waren schon immer verhältnismäßig gut, dafür aber nicht ganz einfach zu bewilligen. Hier haben viele Gerichtsurteile in den letzten Jahren dazu beigetragen, steuerliche Vorteile noch besser ausschöpfen zu können. Auch die Politik im Bundestag hat vor Kurzem einen Gesetzesentwurf gebilligt, der unter anderem die doppelte Haushaltsführung betrifft. Dieser muss jetzt noch vom Bundesrat genehmigt werden, dann können viele Arbeitnehmer mit einer Zweitwohnung, die bisher bei den Steuererleichterungen außen vor blieben, ebenfalls doppelte Haushaltführungskosten geltend machen. So muss bisher nachgewiesen werden, ob die Kosten für die Zweitwohnung tatsächlich gerechtfertigt sind und ebenso, ob sie auch angemessen sind. Sollte das neue Gesetz ab 2014 in Kraft treten, werden diese Aspekte zukünftig nicht mehr bewertet. Stattdessen können Sie bis zu einer Obergrenze von 1.000 Euro monatlich die realen Kosten bei der Steuer geltend machen.

Viele Arbeitnehmer kennen nicht einmal alle Regelungen

Doch es gibt auch zahlreiche, bereits bestehende Details, über die nur die wenigsten Arbeitnehmer Bescheid wissen. So gab es 2009 ein Urteil, wonach auch dann von der Zweitwohnungsregelung zugunsten einer doppelten Haushaltsführung Gebrauch gemacht werden kann, wenn Sie von Ihrem Beschäftigungsort wegziehen wollen, um dann in der Nähe der Arbeitsstätte eine Zweitwohnung zu beziehen. Somit kommen nun wesentlich mehr Arbeitnehmer in den Genuss der steuerlichen Erleichterungen bei einer doppelten Haushaltsführung. Dabei muss sich die Zweitwohnung nicht einmal in direkter Nähe zur Arbeitsstelle befinden. Wählen Sie eine Zweitwohnung in einem Ort, der beispielsweise noch immer 100 Kilometer von Ihrer Arbeitsstelle entfernt ist, Sie nun aber aufgrund einer direkten Bahnanbindung innerhalb einer Stunde in Ihrem Betrieb sein können, dürfen Sie ebenfalls doppelte Haushaltsführung beantragen.

Mit der erweiterten Steuererklärung ein zusätzlicher Zeitaufwand, der lohnt

Mit einer Zweitwohnung können Sie also richtig gut Steuern sparen. Allerdings hat das den Nachteil, dass ein wesentlich höherer Aufwand auf Sie zukommt. Neben den Einrichtungs- und Unterhaltskosten der Zweitwohnung können Sie auch Heimfahrten über die nach gefahrenen Kilometern abgerechnete Kilometerpauschale geltend machen. Einmal pro Woche stehen diese Fahrten zu und für jeden Kilometer dürfen Sie 30 Cent angeben und dementsprechend der Steuererklärung beifügen. Allerdings können Sie den Nachteil des zeitlichen Aufwands für die Steuererklärung auch wieder positiv sehen: spätestens bei der Gehaltsabrechnung werden Sie sich nämlich freuen, dass Sie in einem attraktiven Rahmen Steuern einsparen konnten.

Bildnachweis: GG-Berlin / pixelio.de
 

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