Steuerliche Tipps zu Umzugskosten 

Ein Umzug kann teuer werden und daher ist es ziemlich naheliegend darüber nachzudenken, ob man das Finanzamt nicht an den Umzugskosten beteiligt. Allerdings kommt eine Berücksichtigung der Umzugskosten als Werbungskosten in der Steuererklärung nur in Frage, wenn der Umzug aus betrieblichen Gründen veranlasst ist.

Dies kann zum Beispiel sein, wenn man durch den Umzug seine Wegezeit zur Arbeit deutlich reduzieren kann. Dann ist der Umzug aus Gründen der Zweckmäßigkeit der Arbeitsaufnahme beruflich bedingt; schließlich reduzieren sich auch die täglichen Kosten zur Arbeitsaufnahme, die man bisher noch als Pendlerpauschale vom Finanzamt teilweise erstattet bekommt.

Ein weiterer klassischer Fall für betriebliche Veranlassung ist die Versetzung durch den Arbeitgeber an einen neuen Arbeitsplatz an einem anderen Dienstort. Dies kann zum Beispiel bei Beamten durch den Dienstgeber veranlasst werden. Aber auch in der Privatwirtschaft sind solche Versetzungen in vielen Fällen zum Arbeitsplatzerhalt notwendig.

Weitere Gründe für einen betrieblich veranlassten Umzug können der Ortwechsel zum Berufsbeginn oder der Verzicht auf eine bisher genutzte Zweitwohnung am Dienstort sein.

Am besten man belegt die genauen Gründe mit Dokumenten und Bescheinigungen, bevor man dem Finanzamt die Kosten als Werbungskosten einreicht. Gibt man die bisherige Wohnung vorzeitig auf, dann können auch die damit verbundenen Kosten (Mietkosten-Abstandszahlungen) geltend gemacht werden. Die meisten Kosten sind aber Reisekosten (für die zweifache Anfahrt zur neuen Wohnung) sowie die Beförderungskosten für das Mobiliar. Kosten für die Wohnungsbesichtigung bzw. Hotelkosten nach dem ersten Besuch (falls tatsächlich notwendig) können aber auch als Werbungskosten beansprucht werden. Benötigt man für den Umzug keine Spedition, dann kann man die Kosten für einen Mietwagen zum Transport sowie 0,30 Euro je KM als pauschale Entfernungskostenpauschale ansetzen.

Wem das Sammeln der Belege zu lästig ist, der kann auch eine Pauschalregelung für Umzugskosten in der Steuererklärung in Anspruch nehmen. Bei einem Ehepaar sind dies 1.121 Euro zuzüglich 247 Euro für jede weitere Person, die zum Haushalt gehört. Bei einem Einzelhaushalt können 561 Euro für den Umzug steuerlich geltend gemacht werden. Das wird in vielen Fällen nicht ausreichen, deshalb macht es dann doch Sinn, die Belege der Umzugskosten zu sammeln.

Allerdings ersetzt oft der Arbeitgeber einen Teil der Umzugskosten; dieser Teil darf natürlich nicht steuerlich geltend gemacht werden.

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