Übungsleiterfreibetrag 

Der Begriff Übungsleiterfreibetrag erklärt sich historisch, umfasst aber inzwischen eine Fülle von Tätigkeiten, für die steuerfreie Einnahmen bis zu einem Höchstbetrag von 2.100 Euro pro Jahr möglich sind. Die 2.100 Euro sind der gegenwärtige Übungsleiterfreibetrag, der zuletzt für das Jahr 2007 angehoben wurde.

. Der Übungsleiterfreibetrag ist im § 3 Nr. 26 EStG (Einkommenssteuergesetz) festgelegt und genauer erläutert.

Der Übungsleiter war ursprünglich ein Trainer, der in seiner Freizeit (also nebenberuflich) für einen gemeinnützigen Verein, bzw. zur Betreuung der Fußballjugend tätig war und dafür etwas Geld als Entschädigung erhielt. Dieses Einkommen ist bis zur Höhe des Übungsleiterfreibetrags steuerfrei. Der Übungsleiterfreibetrag kann nicht nur von Übungsleitern sondern auch von Ausbildern, Erziehern oder Betreuern oder vergleichbaren Personengruppen beansprucht werden, wenn sie diese Tätigkeiten nebenberuflich ausüben.

Hierzu gehören auch nebenberufliche künstlerische Tätigkeiten und nebenberufliche Pflege von Alten, Kranken und Behinderten. Wichtig aber ist die Beauftragung, denn nur wenn der zahlendende Auftraggeber bestimmte Kriterien erfüllt, ist der Übungsleiterfreibetrag anwendbar. In der Praxis des Übungsleiterfreibetrags geht es meist um Einrichtungen mit gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken. Gemeinnützigkeit ist ein Kriterium, das für Vereine durch Bescheid des Finanzamts erst erlangt werden muss. Hierfür kommen nur Vereine in Frage, die nicht die Profiterzielung, sondern sonstige gemeinnützige Tätigkeiten in ihren Fokus nehmen. Den gemeinnützigen Vereinen sind beim Übungsleiterfreibetrag kirchliche und öffentliche Einrichtungen gleichgestellt.

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