Wie Familien die Einkommenssteuer maximal reduzieren

Kinder sind eine teure Angelegenheit. Das ist auch dem Gesetzgeber bekannt, denn es gibt für Familien mit Kindern mehrere Möglichkeiten, die Einkommenssteuer zu reduzieren.

Denn der Staat möchte den Eltern wenigstens teilweise eine Entlastung für die Mehrkosten geben, die mit der Betreuung und Versorgung von Kindern verbunden ist, nicht zuletzt deshalb, um die Motivation zu steigern, Kinder in die Welt zu setzen.

Dabei ist der Familienbegriff umfassend zu verstehen. Dort wo Eltern oder ein Elternteil mit einem oder mehreren Kindern zusammenleben, geht man von einer Familie aus. Alleinerziehende sind also mit ihrem Kind auch eine Familie; solche Familien haben einen relativ starken Wachstumstrend, es handelt sich meist um eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind. Je Kind gibt es bei Alleinerziehenden einen Freibetrag von 1932 Euro, der in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann. Bei einen Ehepaar verdoppelt sich dieser Freibetrag. Diese offensichtlichen Nachteile für alleinerziehende Eltern werden allerdings teilweise durch einen Entlastungsfreibetrag in Höhe von 1308 Euro für den Status des Alleinerziehenden kompensiert.

Diese Freibeträge erhöhen ohne Nachweis automatisch das Existenzminimum der Familie, das nach grundlegender verfassungsrechtlicher Sicht nicht besteuert werden darf. Hinzu kommen noch weitere Freibeträge für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, z.B. für Nachhilfe oder sonstige Betreuung von Kindern. Für jeweils 1080 Euro bei alleinerziehenden Eltern, können die Kosten je Kind geltend gemacht werden. Bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag auf 2160 Euro.

Diese Steuerersparnis durch Freibeträge wird allerdings mit dem Kindergeld verrechnet. Dies bedeutet, dass diese Freibeträge erst relevant werden, wenn ihr Steuerspareffekt das Kindergeld übersteigt. Konkret tritt dies nur ein, wenn die Einkommensteuerquote etwa 30 % übersteigt.

Bei den Familienpolitikern aller Parteien ist unstrittig, dass diese Freibeträge bzw. das Kindergeld nicht ausreichend sind, um eine ausreichende Förderung der Kindererziehung sicherstellen. Strittig hingegen ist, wie eine Verbesserung der Kindererziehung erreicht werden kann. Während die einen, die Kinderfreibeträge und das Kindergeld erhöhen wollen, bevorzugen die anderen einen Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten (z.B. durch Ganztagsschulen).

 

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