Vor- und Nachteile verschiedener Krankenversicherungen für Studenten 

Für alle Deutschen gilt die Krankenversicherungspflicht, also auch für Stundeten. Bei diesen wird die Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung aber regelmäßig geprüft, wenn sie sich immatrikulieren wollen und wenn sie sich einmal im Semester einer Rückmeldung unterziehen.

Dies gilt auch für Urlaubssemester und Aufbaustudiengänge.

Wenn man als Student aber noch keine 26. Lebensjahre zählt, dann bietet sich die Mitversicherung bei der elterlichen Krankenversicherung an. Ist diese eine gesetzliche Krankenversicherung, dann ist diese Mitversicherung kostenlos, denn für Familienangehörige mit geringem oder keinem Einkommen wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung kein gesonderter Beitrag für Kinder erhoben. In diesen Fällen ist also die Mitversicherung bei den Eltern (Familienversicherung) ein bedeutender Vorteil. Studenten, die Wehr- oder Zivildienst geleistet haben, können die entsprechend Zeit auch länger für eine Mitversicherung nutzen.

Für Studenten, deren Eltern eine private Krankenversicherung haben, könnte es ein Vorteil sein, wenn sie in die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten freiwillig eintreten. Denn diese nimmt zurzeit nur etwa 53 Euro pro Monat an Beitrag (zuzüglich etwa 10-11 Euro für die Pflegeversicherung), was durchaus günstiger sein könnte, als eine Mitversicherung bei den Eltern oder eine eigene private Krankenversicherung. Diese ist aber für Studenten trotz höheren Beitrags interessant, wenn sie langfristig mit einem sehr hohen Verdienst rechnen. Denn dann können Sie bereits jetzt die Vorzüge der privaten Krankenversicherung (besseren Service bei Ärzten, Chefarzt-Behandlung) nutzen, wenn sie auch dafür höhere Beiträge zu entrichten haben.

Gegenwärtig gilt immer noch, dass man als Arbeitnehmer nur Mitglied einer privaten Krankenversicherung werden kann, wenn man hierfür ein sehr hohes Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze bekommt. Geht man als Student davon aus, dass man langfristig von dieser Situation profitieren will, dann könnte man bereits als Student Mitglied einer privaten Krankenversicherung werden. Allerdings kann man auch als Selbständiger oder Besser-Verdienender freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Hierfür spricht nicht nur das Prinzip der Solidarität, sondern auch die langfristig eher berechenbare Möglichkeit eines Beitrags zur Krankenversicherung, der in einem angemessenen Verhältnis zu den Einnahmen steht. Auch bei zukünftigen Selbständigen könnte sich dies positiv auswirken, denn auch hier ist der Beitrag in einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung vom Einkommen (in gewissen Grenzen) abhängig.

Fazit: Die Vor- und Nachteile der Wahl einer Krankenversicherung hängen auch bei Studenten von Ihrer langfristigen Lebensplanung ab. Wer die Möglichkeit der günstigen Mitversicherung bei den Eltern hat, sollte diese möglichst lange nutzen, um anschließend für die Versicherungsvariante zu votieren, die auch zur zukünftigen Lebenssituation am besten passt.

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