Vorsicht beim Hardwarekauf mit "gebundelten" Verträgen 

Immer häufiger wird es üblich, das Hardware (also zum Beispiel Computer, Notebooks oder Bildschirme) sehr preisgünstig abgegeben werden, wenn man gleichzeitig einen langfristig ausgerichteten Mobilphone-Nutzungsvertrag abschließt.

So gibt es beispielweise bei großen Hard-ware-Diskontern 400 Euro Rabatt auf den Kauf eines Notebooks, wenn man gleichzeitig eine mobile Flatrate für zwei Jahre bucht, für dann allerdings ca. 40 Euro im Monat zu berappen sind. Man spricht hier von einem "gebundelten" Vertrag, weil der Kauf der Hardware an die vertragliche Nutzung einer Dienstleistung gebunden ist.

Der Nachteil, der einen solchen Hardwarekauf mit "gebundelten" Vertrag hat, wäre aber leicht zu durchschauen, wenn man sich gewisser Grundrechenarten bedienen würde. Bei dem zuletzt geschilderten Beispiel kann man sich leicht ausrechnen, dass den 400 Euro Rabatt, Mobilnutzungskosten im Umfang von knapp 1000 Euro - auf 2 Jahre hochgerechnet - entgegenstehen. Dies rechnet sich eigentlich nur, wenn man annähernd jeden Tag mit dem neuen Notebook mobil ins Internet gehen will. Für gelegentliche Unterwegs-Nutzung des Notebooks wäre es günstiger, auf eine sporadische Tagesabrechnung der mobilen Einwahl zu setzen, die bereits für um die 2 Euro pro Tag erhältlich ist: http://www.dir-info.de/autor/rainer-meyer/daten-flatrate-mobil-den-richtigen-umts-anbieter-finden.html.

Eigentlich müsste man zur Abschätzung der Kosten eines solchen Hardwarekaufs mit "gebundelten" Vertrag auf 2 Jahre im Voraus sein Nutzungsverhalten abschätzen. Vorteilhaft kann das nur in weniger Fällen sein, z.B. wenn man auf einen normalen DSL-Vertragt in der eigenen Wohnung verzichtet und damit die Flatrate auch zu Hause kostensenkend einsetzen kann. Aber auch hier ist zu beachten, dass es günstige Flatrate-Anbieter im Zusammenhang mit oder ohne Telefon-Flatrate gibt, die deutlich günstiger als 40 Euro pro Monat ausfallen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass die allgemeine Tendenz der Telekommunikationskosten nach unten zeigt, eine Vertragsbindung von zwei Jahren also keine kostengünstige Lösung darstellt.

Eine andere Form der "gebundelten" Verträge findet man noch oft auch noch beim Handykauf. Dies war schon lange üblich, ist aber insbesondere durch die starken Preissenkungen bei Mobilfon-Gesprächen und SMS-Versand zunehmend kritischer zu sehen. Deshalb sollte man beim Handykauf darauf achten, dass eine mögliche Vertragsbindung eher kurz ausfällt und das Handy auch nutzbar ist, wenn man die SIM-Karte eines anderen Mobilfon-Anbieters verwenden will.

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