ADS-Symptome darauf sollte man achten

Das so genannte ADS-Syndrom besteht aus einem Bündel an Symptomen und tritt in den letzten Jahren gehäuft auf. Betroffen sind davon in der Regel Kinder, oft schon im Kleinkindalter von wenigen Monaten. Jedoch ist es sehr schwer, das ADS-Syndrom zuverlässig zu diagnostizieren
AD(H)S bedeutet Aufmerksamkeits- Defizit- (Hyperaktivitäts)- Syndrom. Das H wird dabei oft isoliert betrachtet, denn ein Aufmerksamkeitsdefizit kann durchaus ohne Hyperaktivität auftreten und umgekehrt. Jedoch ist es in den meisten Fällen so, dass beide Symptome zusammen beobachtet werden. Dies liegt auch in den Ursachen und Auslösern begründet.

AD(H)S ist eine sehr komplexe Erscheinung, bei deren Diagnose man vorsichtig und sensibel mit den Gefühlen aller Betroffenen wie Kinder und Eltern umgehen sollte. AD(H)S kann durch frühkindliche negative Erfahrungen ausgelöst werden, muss diese aber nicht zwangsweise als Auslöser aufweisen. Auch Kinder, die in einem sehr geregelten und ruhigen Umfeld aufwachsen, und deren Entwicklung keinen schwierigen Phasen unterworfen ist, können von AD(H)S betroffen werden. Deshalb ist es sehr wichtig, Betroffene nicht pauschal zu beurteilen oder gar zu verurteilen, sondern sich immer den Einzelfall vor Augen zu halten.

Viele Kinder sind heute bereits im Kindergarten auffällig lebhaft und werden schnell als "wild und ungebärdig" bezeichnet. Besonders wenn so ein Kind gar keine Ruhepausen braucht oder einhält, ständig auf Achse ist und ständig neue Dinge beginnt, ist man schnell versucht, dies mit AD(H)S zu erklären. Diese Faktoren allein sind aber kein Indikator. Viele Kinder sind kleine Turbos, und trotzdem nicht von AD(H)S betroffen.

Von AD(H)S betroffene Kinder haben oft Schwierigkeiten in der Kommunikation. Sie können sich zwar gut ausdrücken oder als Kleinkinder auch verständlich machen, es fällt aber sehr schwer, mit ihnen in Kontakt zu treten. Häufig wenden sie die Augen ab und vermeiden geradezu zwanghaft jeden Blickkontakt. Spricht man sie an, zeigen sie keine Reaktion, laufen desinteressiert weg oder sind nicht für angebotene Unternehmungen zu aktivieren. Natürlich reagieren auch nicht von AD(H)S betroffene Kinder gelegentlich so, hier gibt also die Häufigkeit einen Ausschlag für den Verdacht.

AD(H)S Kinder können sich schlecht auf eine Sache konzentrieren, vor allem die Beschäftigung mit einer Aufgabe über einen längeren Zeitraum (dies können auch schon 5 Minuten sein) fällt ihnen sehr schwer. Oft laufen sie mittendrin einfach weg. Das heißt nicht, dass sie kein Interesse an Unternehmungen haben, oftmals ist es sogar so, dass sie zuviel Interesse an sehr vielen Aufgaben gleichzeitig haben, und sich aber einfach nicht für die Konzentration auf ein bestimmtes Thema einlassen können. Sie wirken dadurch sehr unstet und sind schwer zu beaufsichtigen.
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