Die Alternative zur Pille und zum Kondom Chemische Verhütungsmittel

Chemische Verhütungsmittel gehören zu der bisher wohl am wenigsten häufig verwendeten Verhütungsmittelart nach dem Kondom und der Pille – obwohl die Pille zum Teil als chemisches Verhütungsmittel gilt. Besonders bei Paaren, die auf das Kondom verzichten aber die Partnerin nicht der ständigen Belastung durch die Pille aussetzen wollen, gewinnen chemische Verhütungsmittel schnell und immer wieder an Beliebtheit.

chemische Verhütungsmittel

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Der wohl größte Vorteil von chemischen Verhütungsmitteln ist der, dass sie sehr gezielt aber nur zeitlich begrenzt vor einer Schwangerschaft schützen. Das bedeutet, dass die Anwendung aber ebenfalls nur sporadisch erfolgt und daher weniger drastisch für den Körper ist.

Zäpfchen, Salben, Gels – Arten und Anwendung von chemischen Verhütungsmitteln

Unter chemischen Verhütungsmitteln versteht man in erster Linie vor allem Salben, Zäpfchen, Cremes, Schaum, Tabletten oder Gels, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina der Frau eingeführt werden müssen. In welcher Menge richtet sich meistens nach der Art des Mittels – hier sollte also unbedingt die Gebrauchsanweisung beachtet werden. Gleiches gilt für die zu erwartende Wirkungsdauer der verschiedenen Mittel. Meistens lässt sich diese aber auf rund eine Stunde nach der Anwendung pauschalisieren. Nach jedem geschlechtlichen Akt, auch wenn ein weiterer noch innerhalb der theoretischen Gesamtwirkdauer stattfinden würde, muss das Mittel allerdings erneut aufgetragen werden.

Alle gängigen und hierzulande zugelassenen chemischen Verhütungsmittel arbeiten mit dem Wirkstoff Nonoxinol 9. Dieser greift die männlichen Spermien an, was diese bewegungsunfähig macht oder gar abtötet. Weitere Zusatzstoffe reagieren stark und zähflüssig schäumend auf Feuchtigkeit, was eine zusätzliche Sperre vor dem Muttermund bewirkt, wenn die Salbe oder das Zäpfchen korrekt eingeführt wurde. Aufgrund der aggressiven Zusammensetzung kann man aber niemals garantieren, dass nicht doch einer der beiden Partner negativ auf das Mittel reagiert. Besonders zu Beginn einer geplanten Langzeitnutzung sollte man es also testweise langsam angehen lassen. Bei allergischen oder anderen negativen Reaktionen muss das Mittel sofort abgesetzt, und ein Facharzt zur Beratung hinzugezogen werden.

Chemische Verhütungsmittel kaufen oder bequem online bestellen

Die meisten erhältlichen chemischen Verhütungsmittel kann man problemlos in der Apotheke kaufen. Sie sind in den meisten Fällen nicht verschreibungspflichtig und kosten durchschnittlich etwa zwischen 15 und 30 Euro. Das wohl nach wie vor beliebteste chemische Verhütungsmittel ist das Zäpfchen, da es erstens recht günstig und zweitens sehr genau und gezielt dosierbar ist. Wem der Gang zur Apotheke zu unangenehm ist, der kann jegliche Arten von chemischen Verhütungsmitteln übrigens auch bequem über das Internet, bei einer zertifizierten Versandapotheke, kaufen. Dort werden die Medikamente zu günstigen Versandkosten geliefert – vollkommen neutral.

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